Entwicklungen wohin das Auge reicht…
Da hatte ich doch immer gedacht, ich müsste fleissig in die Tasten hauen und meinen Blog mit Leben füllen, mit ernstem Blick einige Beiträge pro Woche schreiben und was stelle ich nun fest? Nach dem ich in den Modus der totalen Faulheit übergegangen bin, zeigen immer mehr Links auf diese Seiten und manche (Sascha Feth in diesem Falle) sind sogar so wild, meinen Feed komplett auf ihrer Startseite einzubinden.
Nun, ich freue mich über die vielen Freunde, welche mich auf meiner Entdeckungsreise zu einem produktiven Leben begleiten und über die geheimnisvollen Wege auf welchen sich Informationen und Gedanken verbreiten. Möge sich der rege Austausch fortsetzen.
Ich habe an anderer Stelle die möglicherweise bevorstehende Weiterentwicklung meines Blog-Untertitels in “Lifehacks für Begabte” bereits angekündigt. Dem ursprünglichen Anliegen werde ich natürlich weiterhin treu bleiben. Es bleibt ein sehr wichtiges Thema, welches alle Bereiche meines eigenen Lebens betrifft, darüber hinaus aber für viele Menschen von grosser Bedeutung ist. Einmal mehr: nicht, weil sie auf der Suche danach wären, sich auf irgendeine Weise über andere zu erheben (so als ob das möglich wäre), sondern um für sich Wege zu einem befriedigenden, produktiven Leben mit erfüllenden Beziehungen zu finden, was für niemanden einfach und für Hochbegabte auf besondere Weisen schwierig sein kann.
“In meinem Leben ist mir nie ein Mensch begegnet, zu dem ich hätte hinauf oder hinab schauen müssen.” Kodo Sawaki Roshi
So wird das Thema lebendig bleiben in diversen Artikeln, wie dem folgenden und in anderen Beiträgen, Seminaren und Beratungsangeboten. Gleichzeitig möchte ich den Fokus etwas weiten und generellere Fragen aufgreifen. Die Sehnsucht nach einem erfüllten, sprich produktiven Leben, der Schmerz über blockierte und unerschlossene Potentiale scheint mir bei manchen Hochbegabten aussergewöhnlich hoch. Ich kenne diese Gefühle aus eigener langjähriger Erfahrung sehr gut, weiss was es heisst, ein bisschen anders zu sein und nicht zu verstehen, wie die Dinge manchmal ziemlich schief laufen können (”Bei dem Potential” höre ich die geselligen Folterknechte im Chor singen). Gleichzeitig scheint mir ein Mangel an Erfüllung, das Gefühl hinter den eigenen Möglichkeiten zurückzubleiben und ein latentes Gefühl der Sinn- und Orientierungslosigkeit auf dem Lebensozean ziemlich weit verbreitet. Die meisten Menschen scheinen allerdings über bessere Strategien zu verfügen (sprich: begabter zu sein), sich mit der Situation zu arrangieren als die intellektuell Hochbegabten.
Es gibt so viele hilfreiche Konzepte, Werkzeuge, Gedanken, Möglichkeiten, sich selbst, das eigene Leben zu verstehen und zu gestalten. Es gibt so viele Wege zu grösserer innerer Freiheit und einer erfüllten Existenz, welche nicht irgendwo fern verborgen liegen, sondern hinter tausend, manchmal schäbigen, manchmal protzigen, manchmal einfachen Türen an welchen wir tagtäglich achtlos vorüber gehen. In grosser Eile, der Blick wechselweise fixiert auf die grossen Versprechungen, welche wir uns selbst bezogen auf unsere Zukunft machen (während wir jene von gestern brechen), manchmal nach innen verloren in die Fragen und Abgründe unserer Existenz, manchmal irrlichternd über die weiten Flächen unseres rastlosen Aktivismus. Häufig kratzen wir nur an der Oberfläche unserer Existenz. Schicken unser Leben, unseren schöpferischen Willen noch einmal auf die Wartebank bis morgen, während wir uns irgendwo irgendwie mit irgendwas über die Gefühle eines unvollständigen und halben Lebens hinweg zu trösten versuchen.
Vielleicht glauben wir, Produktivität habe nur mit Mehrwert, äusserem Erfolg, Anerkennung, Wettbewerbsfähigkeit, Work-Life-Balance oder sonst irgendwelchen “um-zu-Modellen” der Lebensgestaltung zu tun. Vielleicht glauben wir, wir könnten ohne “Produktivität” auskommen, wenn wir nur das nötige Kleingeld in der Tasche hätten oder ein florierendes Unternehmen, welches uns, so unsere Hoffnung, erlauben würde ein von finanziellen Sorgen befreites Leben zu führen. Und vielleicht irren wir uns genau in diesem Punkt. Vielleicht gibt es kein brauchbares, sprich erträgliches Entkommen vor der Forderung des Lebens an uns, unser Bestes ins Spiel zu bringen.
Ich jedenfalls möchte in Zukunft mehr und mehr diesen Fragen nachgehen und freue mich, wenn Sie Lust haben, mich auf meinen Entdeckungs- und Fragereisen weiterhin zu begleiten. Ich habe mein Wissen, meine persönliche Erfahrung, meine Fragen, meine “Erkenntnisse” immer ein bisschen im Hintergrund gehalten. Die Zeit scheint fast reif, die süssen und die sauren Äpfel zu pflücken, leckere Kuchen damit zu backen und sie meinen Freunden anzubieten.
Aber vielleicht dann doch in einem Geschwister-Blog. Wenn ich mir’s recht überlege möchte ich hier alles beim Alten lassen und einen neuen Blog auf meinen Produktivitätsfaden fädeln. Näheres in gewürzter Kürze…
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19. August 2008 um 20:35
Wild und ungezähmt erfreue ich mich deiner neuen Spitzfindigkeiten und Genialitäten. Ein ganz “wilder” sagte einst: Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.
Wer war das nur?