Archiv der Kategorie ‘Kreativität meistern‘

 
 

Eine Anleitung zur Kreativität?

Gaping void - closer to SteveEin uralter Blog-Beitrag Guy Kawasakis hat mich einmal mehr auf die ChangeThis-Seite gelockt. Diesmal, um mir Hugh McLeods (Gaping void) eBook “How to be creative” herunterzuladen. Die Nacht war kurz, obwohl ich den zweiten Teil der Lektüre heute Nacht um zwei dann doch vertagen musste.

An vielen Stellen dachte ich, “Oh wow, das muss ich Dingens schicken”, “Hej, genau mein Thema” oder “Das könnte X weiterhelfen”. Und gleichzeitig entwickelte ich während der Lektüre, die sich unglaublich realistisch und abgeklärt gibt, Ablehnung gegen einige der Aussagen und Ansichten des Autors

Sicher, Desillusionierung kann eine grosse Hilfe sein, zumal wenn man sich in großen Höhen geistiger Überflüge ikarusgleich allzu großer Sonnenstrahlung aussetzt. Ich praktiziere seit 18 Jahren Zen-Buddhismus und kann ein Liedchen davon singen. Doch während ich einige hilfreiche Hinweise in McLeods Text finde oder wenigstens anregend provokative, wie “Ignore everybody”, “Put the hours in”, “Don’t try to standout from the crowd; avoid crowds alltogether”, schlägt er sich doch nur auf die Gegenseite narzistisch kreativer Lebensentwürfe.

Gerade dieses Bedürfnis, Stellung zu beziehen scheint mir mühsam und der Entwicklung kreativen Ausdrucks wenig förderlich. Standpunkte besitzen sowieso nur eine Halbwertszeit von wenigen Tagen, wie meine hier, und werden durch unser eigenes Handeln und die weiteren Entwicklungen äusserst schnell wieder weggewaschen.

Ich frage mich, ob es wirklich besser ist, den indirekten Weg zu wählen, den Kafka’schen, den Frisch’schen, der das Einkommen sicher hält und das kreative Leben in den materiell unkritischen Bereich verlegt. Oder ob es besser ist, den van Gogh’schen Weg zu wählen, der alles ins Spiel wirft und die materiell, existenziellen Herausforderungen als Trigger persönlicher und kreativer Entwicklung zu leben und anzunehmen einlädt.

Ich frage mich weiter, ob es wichtig ist, hier Stellung zu beziehen. Ob es überhaupt “richtig” und “falsch” gibt und inwiefern die Schlauheit des Einen, der seinen (aktuellen) Weg für sich gefunden hat, überhaupt Übertragbarkeit auf die Situation irgendeines anderen geniessen kann.

Muhammad YunusVielleicht ist es besser, wenn Sie jetzt Ihre ganzen Versuche, das Leben eines erfolgreichen Künstlers oder Unternehmers zu leben aufgeben und sich endlich einen Job suchen. Vielleicht ist es wichtig, dass Sie endlich Ihren Job hinwerfen, alle Risiken in Kauf nehmen, um endlich Ihrer wahren Berufung zu folgen. Vielleicht ist es das Beste, wenn Sie Ihren Job behalten und gemäss McLeods Rat ihre Kreativität, ihre unternehmerische Initiative frei von fremder Einflussnahme im Bereich einer materiell abgesicherten Existenz entwickeln. Vielleicht ist es am besten, wenn Sie ganz etwas anderes tun, wie Richard Branson zum Beispiel oder Bill Gross, der Parallelunternehmer oder Muhammad Yunus.

Unter uns: wer weiss das schon? Welcher Ratgeber, welcher Berater und Coach, welche Hellsichtige, welcher intellektuelle Schlaumeier, welcher “Vor- und kreativer Querdenker” kann uns denn helfen, den für uns richtigen Weg zu gehen? Niemand und jeder, wenn wir uns unsere Fähigkeit selbst zu entscheiden und zu denken bewahren. Oder besser unsere Fähigkeit, uns in jedem gegebenen Moment von dem überraschen zu lassen, was wir als nächstes tun und von der Richtung in welche wir unsere Schritte lenken werden.

Gerade das scheint mir manchmal eine grosse Bremse für den lebendigen Ausdruck unserer Kraft und die Entwicklung unserer ureigenen Potentiale zu sein, diese Hoffnung auf klugen Rat durch andere. Die Hoffnung auf Weisung, Wissen und Klarheit, welche von aussen kommen.

Vielleicht fange ich jetzt erst an, meine naive Haltung aufzugeben, welche sich irgendwo dort draussen bei den Hippen der Kreativität, der Weisheit, der Beratung, der Begabung, der Produktivität, des Unternehmertums, des intelligenten Lebensstils, der Innovation die genialen Hinweise und Orientierungshilfen erhofft.

SkalpellDas eigene existenzielle Messer, ob kreativ, hochleistend oder sonstwie entspannt an den Schlauheiten und Wahrheiten der anderen zu wetzen, scheint mir viel interessanter, als ihren ausgetretenen Pfaden zu folgen. Das eigene Skalpell schärfen, damit es die Illusionen zerschneidet und die eigene “Wirklichkeit” offenlegen, welche wir mit jedem Atemzug, mit jeder echten, unmittelbaren Handlung erschaffen und mit allen anderen Handlungen auch – das scheint mir existenziell wichtig.

Welchem klugen Ratschlag folgend gehen Sie schon seit Jahren in die Irre? Welche jüngeren und älteren Glaubenssätze nutzen Sie tagtäglich, um sich am freien Ausdruck zu hindern? Was bräuchten Sie, um diese Krücken existenzieller Absicherung Ihrer vorübergehenden Identität loszulassen?

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Gute Gründe, sich in Netzwerken zusammenzutun

Habe gerade das hier gelesen und musste schmunzeln:

“We found that social networks have clusters of happy and unhappy people within them that reach out to three degrees of separation. A person’s happiness is related to the happiness of their friends, their friends’ friends, and their friends’ friends’ friends—that is, to people well beyond their social horizon. We found that happy people tend to be located in the center of their social networks and to be located in large clusters of other happy people. And we found that each additional happy friend increases a person’s probability of being happy by about 9%.”

hier – SOCIAL NETWORKS AND HAPPINESS

Beim Überfliegen führt mich das zu einigen Schlussfolgerungen:

  1. Netzwerke machen Sinn auch wenn sie nicht immer einen unmittelbar bezifferbaren Nutzen bringen.
  2. Glücklich sein macht Sinn über das Glücklichsein hinaus, wenn wir mit anderen zusammen kommen, denn wir können andere glücklich machen.
  3. Wir können so ins Zentrum von Netzwerken kommen und wirklich etwas bewegen – Glück bringt Macht und Einfluss.
  4. Es lohnt sich, sich mit Menschen zusammenzutun, die glücklich sind, denn sie helfen uns, glücklich zu sein und andere glücklicher zu machen.

Das erinnert mich an einen früheren Newsletter: wir sind so wie die fünf Menschen mit denen wir die meiste Zeit verbringen. Erweiterung: und wie jene fünf, mit denen die fünf Menschen mit denen wir die meiste Zeit verbringen ihre meiste Zeit verbringen. So viel zur Theorie.

Und zur Praxis: Erlauben Sie sich, sich Ihre Zeitgenossen auszuwählen? Können sie sich selbst zugestehen, dass es ihre Lebenszeit und ihre Lebensfreude ist?

Aber davon einmal abgesehen: so ein bisschen Unglück von Zeit zu Zeit ist auch wichtig. Wo soll denn sonst das Interesse an Entwicklung und die Dynamik der Evolution her kommen?

Und voll all dem einmal abgesehen: ‘ne verdammt interessante Seite zum Schmökern: http://www.edge.org/

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Kreative Hochleister? Was zur Hölle?

“Business heisst für mich nicht Anzüge tragen oder die Aktionäre zufrieden zu stellen. Es geht darum, sich selbst und seinen Ideen treu zu bleiben und das Wesentliche im Auge zu behalten.” Richard Branson 

Sir Richard Branson

Die Ausrichtung meines Blogs und meines Beratungs- und Trainingsangebots hat sich nur zart verändert. Wo es eben noch um Hochkreative und Hochbegabte ging, ist eine neue Note hinzu gekommen: Hochleistung.

Eigenschaften kreativer Hochleister
Auf meiner Webseite habe ich versucht, einige Kriterien zu formulieren, welche kreative Hochleisterinnen und Hochleister meiner Meinung nach ausmachen.

  • Überdurchschnittlich zielstrebig.
  • Große Energie und Umsetzungsgeschwindigkeit.
  • Ausgeprägte Initiative.
  • Hohe Kreativität.
  • Vielseitig interessiert und begabt.
  • Hohes Leistungs- und Erfolgspotential.

Ergänzt habe ich diese erstaunlichen Fähigkeiten mit Eigenschaften, welche manchmal von den kreativen Hochleistern oder aber von ihrem Umfeld als belastend erlebt werden:

  • Vernachlässigen häufig Privatleben und Außerberufliches.
  • Vernachlässigen körperliche Bedürfnisse und Erholung.
  • Fühlen sich häufig getrieben und innerlich unruhig.
  • Verzetteln sich in vielen Projekten und Rollen parallel.

Mein Interesse ist es, in der nächsten Zeit Menschen vorzustellen, welche die positiven Eigenschaften auf sich vereinen und ein brauchbares Arrangement mit den persönlichen Herausforderungen gefunden haben.

Und vielleicht ist es ein gewagter Versuch, gerade jene als Gruppe fassen zu wollen, welche sich durch hohen Individualismus auszeichnen. Und gleichzeitig haben angesehene Forscher, wie Mihaly Csikszentmihalyi und Howard Gardner einen grossen Teil ihrer Energie darauf verwandt gerade das zu tun. Zum einen, um das Phänomen “Kreativität” und Kreative zu beleuchten. Zum anderen, um Wege und Best-Practices wie das Flow-Konzept abzuleiten, welche die Wahrscheinlichkeit eines befriedigenden und produktiven Lebens für Jedermann brauchbar erhöht.

Lassen Sie uns beginnen.
Richard Branson ist kein unumstrittener Mensch. Ein Marketing-Guru sagen einige, ein gefährlicher Geschäftspartner andere. Viele Unternehmen finden sich in der Virgin Gruppe, von denen einige hochprofitabel sind, andere eher Auswüchsen eines Unternehmerlabors gleich kommen.

Sei’s drum: kreative Hochleister polarisieren und stellen den Status Quo in Frage. Die hocherfolgreichen finden sich gerne im Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik, zumal in turbulenten Zeiten.
Wie heisst es so schön bei Albert Einstein:

“Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.”

Hier ein nettes Interview mit dem wilden Virgin Ritter bei TED. Ach, und wie organisieren Sie Ihre besten Ideen in Richtung Erfolg und Produktivität?

credentials: Richard Branson photograph -- courtesy of en.wikipedia.org

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Kreativität. Ein wildes Biest, das gezähmt werden will.

Pablo Picasso 1962Sind Sie ein hochkreativer Mensch? Dann dürfen Sie sich glücklich schätzen.Kreativität ist eine wunderbare Kraft. Sie ist Ursprung genialer Erfindungen, erstaunlicher künstlerischer Leistungen, beeindruckender Unternehmen, manchmal Motor, manchmal Gefährt für Fortschritt und Entwicklung auf allen Ebenen.

Ausgestattet mit großer Gestaltungskraft kann es für den kreativen Menschen allerdings zu einer außerordentlichen Herausforderung werden, diese Kraft auf produktive Weise zu nutzen. Die Kreativität interessiert sich kaum für die Frage, ob wir über geeignete Werkzeuge verfügen und angemessene Bedingungen geschaffen haben, mit deren Hilfe sich diese archaische Kraft auf gesunde und hilfreiche Weise nutzen lässt.

Kreativität kennt nur ein einziges Streben, sich auszudrücken. Dies tut sie vollkommen unabhängig von der Form, der Nachhaltigkeit und den Auswirkungen, welche ungebremstem, unkultiviertem Ausdruck folgen. Kreativität, welche ungebändigt wirkt führt gerne zu einem unproduktiven Lebensstil, zu Verwirrung, Chaos, Problemen und Krisen auf unterschiedlichen Ebenen.

Sie kann am Ursprung von Überforderung, Selbstausbeutung und Depression stehen, wo sie keine produktiven Ausdruckswege findet. Denn dort wo große unerschlossene oder unproduktiv erschlossene Potentiale liegen stellt sich gerne das Gefühl des Versagens ein, welches proportional zur gefühlten Kluft zwischen den geahnten und den realisierten Möglichkeiten steht.

Wenn Sie also ein außerordentlich kreativer Mensch sind, dann ist es für Ihre Gesundheit, Ihre Produktivität und Ihre Gelassenheit sehr wahrscheinlich von großer Bedeutung, dass Sie sich mit den folgenden Themen auf intensive und lösungsorientierte Weise auseinandersetzen:

  • Welchen Rahmen will ich für meinen kreativen Ausdruck schaffen?
  • Welche Struktur will ich für meinen kreativen Ausdruck schaffen?
  • Welche Richtung will ich meiner Kreativität geben?
  • Welchem konkreten Zweck, welchem abstrakten Ziel, welcher Vision möchte ich mit meiner Kreativität dienen?
  • Wie sieht ein gesunder Arbeitsrhythmus aus?
  • Wie kann ich ein gutes Maß zwischen kreativer Aktivität, Routineaufgaben, Erholung und Genußphasen finden?
  • An wen möchte ich mich mit meiner kreativen Kraft wenden?
  • Wem will ich dienen?
  • Für wen will ich wirken?
  • Wieviel Ausdruckskraft, Abstraktion, Komplexität und Assoziationsdichte sind für diese Adressaten zumutbar?
  • Welche Medien will ich nutzen?
  • In welchen konkreten Formen will ich meine kreative Kraft giessen?

Antworten auf diese Fragen, auch wenn sie nur vorübergehender Natur sein mögen stellen einen weiteren wichtigen Schritt dar, große, z.T. widerstrebende Kräfte zu integrieren. Sie leisten somit einen Beitrag dazu, hohe Produktivität, Kreativität und einen gelassenen Lebensstil in Einklang zu bringen.

Und was ist mit beruflichem Erfolg fragen Sie sich? Dazu möchte ich gerne meine Freundin und Kollegin Christa Kolodej, Koryphäe für das Thema Mobbing, aus Wien zitieren:

“Ich habe immer nur das getan, was mich interessiert und was mir Freude macht. Die unternehmerische Entwicklung folgte dabei ganz automatisch.”

Bildquelle: Pablo Picasso, Wikipedia

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Auf der Suche nach Antworten und Ideen zu fummeligen Fragen?

Haben Sie in Ihrem Unternehmen Problemstellungen im Bereich “Forschung und Entwicklung” oder andere knifflige Fragen, welche mit den Inhouse-Mitteln nicht beantwortet werden können? Dann könnte es sich lohnen, sich mit dem OpenInnovation-Konzept vertraut zu machen. In ihrem Buch “Wikinomics” haben die Autoren Tapscott und Williams schon vor einiger Zeit auf dieses Phänomen aufmerksam gemacht.

Auf relativ unkomplizierten Weg kann sich ein Unternehmen über Dienste im Internet (siehe unten) an die nahezu unendlich grosse Gemeinschaft der Wissensarbeiter, Kreativen, Hochbegabten und anderen notorischen Ideenhervorbringer im Internet ankoppeln, um dort mit dem Versprechen einer angemessenen finanziellen Entschädigung zur effektiven Bewältigung der Herausforderung einzuladen.
Den ganzen Beitrag lesen…

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Webseiten für späteres Lesen merken – nettes Tool

Cool das Tool. Wenn Sie zu den Viellesern im Internet gehören und sich regelmässig fragen, wo noch mal dieser Artikel war, den Sie noch lesen wollten, Bookmarks und Browserhistorie mühsam finden, dann probieren Sie mal Instapaper.

Schlichtes und ergreifendes kleines Tool. I love it.

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