Archiv der Kategorie ‘Lebensfreude & Spiritualität‘

 
 

Chaos? Erstarrung? Zwang? Improvisation!

“Ein Gastgeber ist wie ein Feldherr, erst wenn etwas schief geht, zeigt sich sein Talent.” – Horaz

Wenn ich mir Hermann Rühle auf dem Einband seines Buches “Die Kunst der Improvisation” anschaue, dann denke ich nur “Hilfe”. Wie will ein Mensch mit der Ausstrahlung eines eingefleischten Beamten mir etwas über Improvisation beibringen?

Doch nun hielt ich das Buch schon in den Händen. Mein Interesse am Thema war darüber hinaus so gross, dass ich mich von den ersten Widrigkeiten nicht gleich abschrecken liess und siehe da, der Mann entpuppte sich als ausserordentlich witzig.

Die groben Abschnitte des Inhaltverzeichnisses lesen sich so:

  • Ja, mach nur einen Plan, du Spinner
  • Irgendwie geht’s immer
  • Woanders funktioniert es schlimmer
  • Irgendwann läuft’s nimmer
  • Je mehr ich weiß, ich werde immer dümmer
  • Je stärker die Gewohnheit, die Chance desto geringer
  • Herr, gib mir einen Schimmer
  • Ich im-profi-siere zum Gewinner

Das klingt natürlich feste nach “Reim Dich oder ich schlag Dich tot” und gleichzeitig wirft der nachfolgende Inhalt des Buches hier keine Schatten, sondern Strahlen hellen Lichts auf die ersten Seiten. Es ist erstaunlich, wenn es einem Autor gelingt, ein recht abstraktes Thema in eine Form zu bringen, die sowohl lehrreich und hoch informativ als auch ausgesprochen unterhaltsam ist. Ich lag bei manchen Passagen quasi lachend vor meinem Sessel.

Was dürfen Sie erwarten?

Ein Modell, welches die beiden extremen Pole “Zwang” und “Chaos” auflöst in die gemässigteren Varianten “Ordnung” und “Improvisation”. Ein höchst einfaches, aber ausgesprochen plausibles Modell, welches der Improvisation den Vorrang gibt, dem Planen und der Ordnung nur den zweiten Platz einräumt. Der Leser bekommt so ein sehr pragmatisches und effektives Werkzeug an die Hand, welches einen gesunden Umgang mit einer immer ungewissen Zukunft ermöglicht. Rühle zeigt einen Weg auf, der das Bedürfnis nach Risikominimierung und Kontrolle einerseits berücksichtigt, während er andererseits einlädt, Raum zu schaffen für Beweglichkeit, Anpassungsfähigkeit und den entspannten Umgang mit den Unwägbarkeiten unseres Alltags.

Darüber hinaus bringt er uns zum Nachdenken über unseren Planungs- und Ordnungsstil. Immer witzig und sympathisch ironisierend, immer im Sinne von mehr Lebensqualität und Gelassenheit. Und während Sie sich hier vielleicht an John Lennon erinnert fühlen, der gesagt haben soll

“Das Leben ist das was passiert, während wir andere Pläne schmieden.”

dann haben Sie einen ersten Eindruck von der heiteren Grundstimmung des Buches, welches bei aller Leichtigkeit doch nie ins Belanglose abdriftet.

Natürlich ist es gut und wichtig zu planen. Aber erst ergänzt um virtuoses Improvisieren gelangen Sie mit Siebenmeilenstiefeln zu einem Lebensentwurf und Produktivitätsstil, der ermöglicht, was ich als die drei L’s eines glücklichen und produktiven Lebens formuliert habe:

Leidenschaft, Leistung, Leichtigkeit.

Was bedauerlich ist: während Seiwert, Allen, Covey und die anderen Experten des Selbstmanagements sternengleich am Himmel strahlen und ihre Bücher entsprechend am Markte gehandelt werden, blieb Hermann Rühle’s Buch wohl der ganz große Erfolg verwehrt. Ein großer Verlust für die Allgemeinheit, was Lernmöglichkeiten, Inspiration und Lebensqualität angeht.

Schlussfolgerung

Es bewahrheitet sich einmal mehr: “Don’t judge a book by it’s cover”. Rühle, schlitzohriger Vertreter einer gesunden und heiteren Lebenspraxis, hat eine wunderbare Schreibe und liefert gleichzeitig sehr viel Inspiration, welche, wie ich meine, beim Leser nachhaltige Wirkung entfalten wird.
Kurzum: dieses Buch müssen Sie lesen.

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Drink water! Eat chocolate!

caraffe, water & chocolate

My wife played a great trick on me tonight. I was complaining about us not having any mineral water at home. She came back with a carafe filled with tap water and a small red shiny something floating at the bottom of the receptacle.

“Drink the water, eat the chocolate” she explained. Ah, sweet Swiss chocolate that red ball was. Would have been an unbearable waste to leave it in there.

Swiss chocolate ball

Guess what: I did what I rarely do – followed her instructions. The strange thing about it: I don’t like that kind of Swiss chocolate at all but drank all of the water in one minute.

 

no more chocolate

I will try to explore more applications of this very simple but all the more successful trick. If everything works well with old Pavlovs classical conditioning I’m afraid I’ll be drinking that water with anything red floating inside in the future.

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Warum es vollkommen o.k. ist, wenn Sie an Ihren guten Vorsätzen scheitern!

Zürichsee in der Dezembersonne

Draussen unter Null Grad. Hier drinnen freudig frühlingshaftes Gezwitscher: Celsius. Ach ja, und Otto – Wellensittiche aus der Nachbarschaft zu Besuch in meinem Büro. Die Geräusche vorbei fahrender Autos. Lautes Knallen, wie Kanonenschläge, Sylvester-Kracher – vereinzelt noch. Der erste Tag des neuen Jahres. Klirrend kalt.

Wie eigenartig doch, den Jahresbeginn in den Winter zu legen. Kälte als Künder des Kommenden, Neuen? Wer hat sich das ausgedacht? Da lobe ich mir die Franzosen, die mitten im Sommer das grösste Feuerwerk abfackeln. Bei denen das Jahr Anfang Juli endet und das Neue erst nach einer zweimonatigen Pause im September beginnt. Mit den angenehmen Nachwirkungen des ausklingenden Hochsommers, dem Wein in den Adern und der Sonne im Herzen. Aber würde ich wirklich gerne tauschen? Manchmal ist “weder noch” die beste Alternative zu “entweder oder”. Ich könnte mich auf die britischen Inseln retten.  Aber wie wäre es für diesmal mit “sowohl als auch”: Ein bisschen deutsch, ein bisschen französisch?

Von einem Franzosen stammt der Auspruch: “Die Deutschen sind so ordnungs- und planungswütig, weil sie zu doof sind zum Improvisieren.” Was natürlich eine grobe Vereinfachung ist, in der pointierten Formulierung aber durchaus seinen Charme hat und bestenfalls anregt, über den eigenen Umgang mit Zeit, mit Zielen und mit der Zukunft nachzudenken. Ist es wichtig, sich Ziele für das neue Jahr zu stecken? Vorsätze zu fassen? Oder sollten wir am Besten einfach alles auf uns zukommen lassen? Wollen wir uns auf die Seite des deutschen oder jene des französischen Klischees schlagen?

Wenn Sie mich fragen, dann sind das nur Scheinalternativen. Manchmal kann uns dieses Denken in entgegengesetzten Optionen regelrecht lahmlegen. Und gleichzeitig kann sich zwischen diesen beiden extremen Polen, dem Planvollen einerseits und dem Improvisieren andererseits eine kreative Spannung aufbauen, welche hervorbringt, was das jeweilige Extrem alleine nicht hervorzubringen vermag.

Wenn wir einerseits Ziele formulieren, planen, eine Vision von einer erwünschten Zukunft entwickeln, dann können wir zu einer Perspektive finden, welche Lust macht, morgens in guter Stimmung die Geborgenheiten der kuscheligen Schlafstatt zu verlassen. Wir können Motive kultivieren, welche unsere besten Energien mobilisieren und ausrichten. Wir können eine Orientierung finden, welche in unüberschaubarem Alltagsgewühl wie ein Leuchtturm am Horizont aufragt und uns hilft, das Wesentliche im Auge zu behalten.

Wenn wir andererseits offen bleiben, für alles Unwägbare, für die Überraschungen, die unerwarteten Herausforderungen, dann bleiben wir beweglich. Wir können spielerisch mit den Widrigkeiten umgehen, welche mit grosser Sicherheit den idealen Weg unserer Zielerreichung durchkreuzen werden. Und gerade in diesem tänzerischen Zugang können wir in den Herausforderungen die verborgenen Schätze finden, seien es Fähigkeiten, Ressourcen oder neue Beziehungen, welche nicht nur unser Projekt unterstützen, sondern manchmal in seiner Bedeutung und Wirkung erweitern und uns darüber hinaus persönlich bereichern können.

Und vielleicht ist es wichtig, sich diesen Punkt immer mal wieder vor Augen zu führen: Wir entwickeln eine Vision, um unsere beste Energie für jene Aspekte unseres Lebens zu mobilisieren, die uns wesentlich wichtig sind. Wir entwickeln Ziele wie Magneten, die wir in die Zukunft werfen, damit sie uns mit grosser Kraft zu sich ziehen. Wir planen, um uns auf gute und konkrete Weise mit all dem zu verbinden, was uns jetzt zur Verfügung steht, damit wir unserem Ziel näher kommen. Und gleichzeitig dürfen wir offen bleiben für all das, was uns das Leben entgegenbringt, sei es vertraut und bequem oder lehrreich und unbequem. Wir dürfen offen bleiben, für all die Wege, auch die steinigen, die wir nutzen können, um zu verwirklichen und zu leben, was uns wesentlich wichtig ist.

Von Nietzsche stammt der Ausspruch:

“Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.”

Es könnte sich lohnen, an Ihren guten Vorsätzen festzuhalten. Vielleicht auch, sich zu fragen, welches tiefere, wichtigere Ziel hinter dem jeweiligen Vorsatz liegt: sei es nun das Ende Ihrer Raucherkarriere, Ihre unternehmerische Entwicklung, finanzielle Situation, Gesundheit oder irgendein anderes Thema.

Dann erkennen Sie vielleicht an der einen oder anderen Stelle, dass

  1. nur ein kleines Wegstück ist, was Sie für ein Ziel hielten und
  2. es interessant und taktisch klüger sein könnte, erst noch das eine oder andere Wegstück zurückzulegen.

Wenn Sie am Vorsatz “Ich möchte mit dem Rauchen aufhören” scheitern, dann vielleicht nur, weil das wichtige Ziel, das dahinter steht ein grösseres ist. Zum Beispiel: “Ich möchte mich selbst wertschätzen und gut mit mir umgehen.” Und dann gibt es vielleicht noch ein paar andere Wege, die sie zuerst oder parallel ausprobieren wollen, um dann quasi automatisch in einem Leben zu landen, das ohne den schädlichen, übermässigen Konsum irgendwelcher Rauchwaren auskommt.

Aber das führt hier zu weit. Mehr zu den Themen “Planen”, “Überraschen lassen” und “Improvisieren” sowie zu vielen anderen Themen in den folgenden Newslettern. Lassen Sie sich überraschen.

Es ist ein heiteres Paradox, dass wir dann vollkommen im gegenwärtigen Augenblick aufgehen, wenn wir uns mit allem, was uns zur Verfügung steht, auf den Weg machen, ein grosses und wichtiges Ziel zu erreichen. Ich bin gespannt, bei der einen oder anderen Gelegenheit von Ihnen zu erfahren, wie Sie eine glasklare, entschlossene Zielorientierung und eine spielerische, pragmatische Taktik zusammenbringen und genau auf diese Weise Erfolg und Heiterkeit in ihrem Leben verwirklichen.

Ihnen bei allem wesentlich Wichtigen viel Erfolg. Alles andere wollen Sie vielleicht bald mal loslassen, denn es gehört möglicherweise jemand anderem.

Ein hochproduktives, erfolgreiches und gelassenenes 2009 wünscht Ihnen

Martin Wedgwood

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“Geprüfte Intelligenz”

XINGLiterarischer Band von Hochbegabten für begabte Artgenossen.

Was hat es mit diesem Projekt auf sich?
Entstanden ist die Idee eines Buchbandes von Hochbegabten für Hochbegabte ursprünglich im Online-Business-Forum “XING” durch Frau Lilli Cremer-Altgeld.

In diesem Buchprojekt, ursprünglich als reines Lyrik-Projekt gedacht, werden die Tore für unterschiedliche literarische Formate geöffnet, seien es Gedichte, Kurzgeschichten, Essays oder Szenisches. Am ursprünglichen Gedanken, Illustrationen von Kindern, aber auch von erwachsenen Hochbegabten und Texte von Kindern aufzunehmen halte ich unbedingt fest. Gerade für letztere eröffnen sich hoffentlich durch die grössere Diversität an Formaten mehr Möglichkeiten, einen Beitrag zu leisten.

Welches Anliegen verfolgt das Projekt?
Zu allererst soll hier, ergänzend zu der Vielzahl an Fach- und Selbsthilfebüchern, das Thema “Hochbegabung” in einer unmittelbar am gefühlsmässigen Erleben orientierten Form zugänglich gemacht werden.

Mit unterschiedlichen Zielsetzungen:
Hochbegabten soll ein Raum geboten werden, sich selbst und ihrem Leben in künstlerischer Form Ausdruck zu verleihen.

Weiterhin hat das Projekt Menschen im Blick, welche von Hochbegabung “betroffen” sind, sich aber in quasi absoluter Unwissenheit über den Sachverhalt befinden, dass es ihre Begabungen sind, über welche sie permanent stolpern. Über das Medium “Text” soll diesem Kreis die Möglichkeit geboten werden, sich über das Wiedererkennen thematisierter Gefühle, Fragestellungen und Situationen, an ein konstruktiveres Selbstbild heranzupirschen.

Zuletzt soll Menschen, welche von aussergewöhnlicher intellektueller Begabung weniger “betroffen” sind, ein unmittelbarer Einblick in die Lebenswelt Hochbegabter ermöglicht werden, um grösseres Verständnis für allgegenwärtige Schnittstellenphänomene zu schaffen.

Über das Buchprojekt hinaus sind Folgeprojekte, wie Hörbuch und Kalender geplant.

Worum geht es in diesem Band nicht?
Es geht keinesfalls darum, irgendjemanden zu dekorieren oder herauszustellen. Schon gar nicht darum, an irgendeiner Stelle den IQ einer AutorIn in den Wind zu hängen. IQ 130+ als landläufige Definition von Hochbegabung wird in der Einführung besprochen werden.

Hier wird Raum sein, die Fragwürdigkeit dieser Definition zu diskutieren, zumal, erwiesenermassen, Phänomene welche “130+” betreffen auch schon bei Menschen aufzufinden sind, welche einen IQ von 125 haben. Es wird aber auch aufgezeigt werden, wie das Erkennen hoher intellektueller Begabung, den Begabten selbst helfen kann, sich und ihr Leben neu zu sehen, zu verstehen und eine Korrektur ihres Selbstverständnisses bewirken kann. Vermutlich wird Platz sein, ähnliche, z.T. korrelierende Phänomene, wie ADHS, HSP, Asperger kurz anzusprechen.

Es wird meine Aufgabe, weil mein wichtigstes Anliegen, und jene des Verlags sein, den Band so zu rahmen und einzuführen, dass er gerade all jenen Zugang zur Thematik eröffnet, welche bisher keine oder nur eine verschämte Ahnung von ihrer “Problematik” haben.

Die Hoffnung, diese Zielgruppe zu erreichen und ihr eine weitere Möglichkeit zu eröffnen, zu einem konstruktiveren Selbstbild und einem produktiveren oder einfach entspannteren Lebensstil zu finden, bildet den grössten Teil der Legitimation dieses Projekts, des Versuchs einer hilfreichen Abgrenzung gegenüber anderen Denk- und Wahrnehmungsbegabungen und des Engagements bezogen auf diesen Band.

Ich freue mich über jeden, der das Projekt als AutorIn, als Kontaktperson zu AutorInnen (gerne auch Kinder), IllustratorInnen (ebenfalls gerne Kinder), geeigneten Verlagen oder in anderer Form unterstützen möchte.

Bitte zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren.

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Kreativer Hochleister vom Feinsten

Nun, man kann Beatboxing mögen oder nicht. Man kann Electro-Beats mögen oder nicht. Man kann Video-Kunst mögen oder nicht. Man kann Comedy mögen oder nicht.

Wenn also all das zusammen kommt, dann findet man es entweder genial oder nervtötend. Raten Sie mal an welchem Ende der Skala ich mich befinde? Und Sie?

Beardyman ist ein Genie. Da soll noch mal jemand auf die Idee kommen, Talentshows seien zu nichts nütze.

Here you go..

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Lebendig und authentisch präsentieren war gestern

Es gibt sie, die Experten in Sachen Präsentationstechnik. Es gibt die gut Vorbereiteten mit dem Text, den sie zweimal die Woche aufsagen. Es gibt die kalkulierten und geplanten, die ein klares Ziel verfolgen. Strategisch, taktisch, alles wohl überlegt.

Es gibt die Menschen, die motivieren wollen, die uns erklären wollen, wie’s funktioniert. Es gibt Menschen, die ihre Begeisterung kultiviert haben und wohl dosiert abgeben. Es gibt die Web 2.0 Helden, die Online-Marketing Wilden und noch einige andere. Und es gibt Gary Vaynerchuk. Ich sage nur eins: viel Spass und lassen Sie sich inspirieren.

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