Archiv der Kategorie ‘Entrepreneurship‘

 
 

Blog? Blogging? Was soll das überhaupt?

Wie soll ich das nur hinkriegen: ich bewege mich tagtäglich in der Welt des englischsprachigen Internets. Coole Ideen, coole Webseiten, coole Tools und coole Videos finde ich und gebe sie hier an meine Leser, an Sie, an Dich weiter. Die Videos sind leider meistens englischsprachig, wie die Webseiten und die Tools…

Und meine Blogposts? Deutsch. Hhm, irgendwie brauche ich da eine Lösung. Was würden Sie (you, ach alles wäre so viel einfacher…) an meiner Stelle tun?

Blog? Blogging? Was soll das überhaupt? Ein Video. Englisch. Was sonst?

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Weihnachten ist vorbei. Tun Sie trotzdem etwas Gutes für Menschen in Not

Wir leben in schlimmen Zeiten. Es ist kalt. Obdachlose wissen nicht, wo sie Unterschlupf finden sollen. Kriege weltweit versetzen uns in Angst und Schrecken. Und in all diesem Leid gibt es eine Gruppe von Menschen, die immer wieder unberücksichtigt bleibt, sozial ausgegrenzt, gemobbt, verraten.

Bitte helfen Sie einer guten Sache. Bitte nehmen Sie Anteil, indem Sie Ihren Beitrag leisten. Helfen Sie dieser armen, geschundenen sozialen Schicht, die sich mutig auf dünnstes Eis vorwagte, so großherzig, uns alle mitzunehmen, damit wir gemeinsam baden gehen konnten.

Es wird viel gespendet. Geben Sie heute ein bisschen Geld für die gestrauchelten, auf dunkle Wege geratenen Manager der Finanzwelt.

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Blogs? Feedreader? Übersicht? Alltop!

Altop

Wenn Sie sich schon eine Weile in der Welt der Blogs und des Social Media umschauen, dann sind Sie sicher schon vertraut mit Feedreadern wie FeedReader oder Google Reader. Diese Tools sind eine wunderbare Möglichkeit täglich die neuesten Informationen zu ausgewählten Themen zu erhalten.

In einem Feedreader können Sie in einem ersten Schritt die Titel der Beiträge überfliegen und so leichtfüssig entscheiden, welchen Informationen, Howtos, Gedanken und Impulsen Sie sich etwas eingehender widmen wollen.

Eine andere Möglichkeit, den Überblick zu behalten, obwohl das bei der Fülle des Angebots an Top-Blogs langsam schwierig wird, ist Guy Kawasakis Service: Alltop. Hier findet man wahlweise nach Themen oder alphabetisch sortiert die wichtigsten englischsprachigen Blogs zu allem was das Herz begehrt.

Wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind, dann können Sie zukünftige Beiträge über die Alltop-Seite direkt lesen oder aber ausgehend von der Alltop-Seite, die Artikel der für Sie interessantesten Blogs per Feedreader abonnieren. Und natürlich haben Sie eine einfache Möglichkeit in Sachen Produktivität, Erfolg und Gelassenheit auf dem laufenden zu bleiben indem Sie meinen Feed abonnieren.

Wenn Sie es ein bisschen schneller, kompakter und weniger ausführlich lieben, dann folgen Sie mir doch einfach auf Twitter: http://twitter.com/martinwedgwood. Auf diesem Weg erfahren Sie auch ohne Feedreader, wann es hier neue Beiträge gibt und darüber hinaus noch vieles mehr aus der weiten Welt der Kreativität, der Produktivität und des Entrepreneurship.

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Chaos? Erstarrung? Zwang? Improvisation!

“Ein Gastgeber ist wie ein Feldherr, erst wenn etwas schief geht, zeigt sich sein Talent.” – Horaz

Wenn ich mir Hermann Rühle auf dem Einband seines Buches “Die Kunst der Improvisation” anschaue, dann denke ich nur “Hilfe”. Wie will ein Mensch mit der Ausstrahlung eines eingefleischten Beamten mir etwas über Improvisation beibringen?

Doch nun hielt ich das Buch schon in den Händen. Mein Interesse am Thema war darüber hinaus so gross, dass ich mich von den ersten Widrigkeiten nicht gleich abschrecken liess und siehe da, der Mann entpuppte sich als ausserordentlich witzig.

Die groben Abschnitte des Inhaltverzeichnisses lesen sich so:

  • Ja, mach nur einen Plan, du Spinner
  • Irgendwie geht’s immer
  • Woanders funktioniert es schlimmer
  • Irgendwann läuft’s nimmer
  • Je mehr ich weiß, ich werde immer dümmer
  • Je stärker die Gewohnheit, die Chance desto geringer
  • Herr, gib mir einen Schimmer
  • Ich im-profi-siere zum Gewinner

Das klingt natürlich feste nach “Reim Dich oder ich schlag Dich tot” und gleichzeitig wirft der nachfolgende Inhalt des Buches hier keine Schatten, sondern Strahlen hellen Lichts auf die ersten Seiten. Es ist erstaunlich, wenn es einem Autor gelingt, ein recht abstraktes Thema in eine Form zu bringen, die sowohl lehrreich und hoch informativ als auch ausgesprochen unterhaltsam ist. Ich lag bei manchen Passagen quasi lachend vor meinem Sessel.

Was dürfen Sie erwarten?

Ein Modell, welches die beiden extremen Pole “Zwang” und “Chaos” auflöst in die gemässigteren Varianten “Ordnung” und “Improvisation”. Ein höchst einfaches, aber ausgesprochen plausibles Modell, welches der Improvisation den Vorrang gibt, dem Planen und der Ordnung nur den zweiten Platz einräumt. Der Leser bekommt so ein sehr pragmatisches und effektives Werkzeug an die Hand, welches einen gesunden Umgang mit einer immer ungewissen Zukunft ermöglicht. Rühle zeigt einen Weg auf, der das Bedürfnis nach Risikominimierung und Kontrolle einerseits berücksichtigt, während er andererseits einlädt, Raum zu schaffen für Beweglichkeit, Anpassungsfähigkeit und den entspannten Umgang mit den Unwägbarkeiten unseres Alltags.

Darüber hinaus bringt er uns zum Nachdenken über unseren Planungs- und Ordnungsstil. Immer witzig und sympathisch ironisierend, immer im Sinne von mehr Lebensqualität und Gelassenheit. Und während Sie sich hier vielleicht an John Lennon erinnert fühlen, der gesagt haben soll

“Das Leben ist das was passiert, während wir andere Pläne schmieden.”

dann haben Sie einen ersten Eindruck von der heiteren Grundstimmung des Buches, welches bei aller Leichtigkeit doch nie ins Belanglose abdriftet.

Natürlich ist es gut und wichtig zu planen. Aber erst ergänzt um virtuoses Improvisieren gelangen Sie mit Siebenmeilenstiefeln zu einem Lebensentwurf und Produktivitätsstil, der ermöglicht, was ich als die drei L’s eines glücklichen und produktiven Lebens formuliert habe:

Leidenschaft, Leistung, Leichtigkeit.

Was bedauerlich ist: während Seiwert, Allen, Covey und die anderen Experten des Selbstmanagements sternengleich am Himmel strahlen und ihre Bücher entsprechend am Markte gehandelt werden, blieb Hermann Rühle’s Buch wohl der ganz große Erfolg verwehrt. Ein großer Verlust für die Allgemeinheit, was Lernmöglichkeiten, Inspiration und Lebensqualität angeht.

Schlussfolgerung

Es bewahrheitet sich einmal mehr: “Don’t judge a book by it’s cover”. Rühle, schlitzohriger Vertreter einer gesunden und heiteren Lebenspraxis, hat eine wunderbare Schreibe und liefert gleichzeitig sehr viel Inspiration, welche, wie ich meine, beim Leser nachhaltige Wirkung entfalten wird.
Kurzum: dieses Buch müssen Sie lesen.

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Lebendig und authentisch präsentieren war gestern

Es gibt sie, die Experten in Sachen Präsentationstechnik. Es gibt die gut Vorbereiteten mit dem Text, den sie zweimal die Woche aufsagen. Es gibt die kalkulierten und geplanten, die ein klares Ziel verfolgen. Strategisch, taktisch, alles wohl überlegt.

Es gibt die Menschen, die motivieren wollen, die uns erklären wollen, wie’s funktioniert. Es gibt Menschen, die ihre Begeisterung kultiviert haben und wohl dosiert abgeben. Es gibt die Web 2.0 Helden, die Online-Marketing Wilden und noch einige andere. Und es gibt Gary Vaynerchuk. Ich sage nur eins: viel Spass und lassen Sie sich inspirieren.

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Eine Anleitung zur Kreativität?

Gaping void - closer to SteveEin uralter Blog-Beitrag Guy Kawasakis hat mich einmal mehr auf die ChangeThis-Seite gelockt. Diesmal, um mir Hugh McLeods (Gaping void) eBook “How to be creative” herunterzuladen. Die Nacht war kurz, obwohl ich den zweiten Teil der Lektüre heute Nacht um zwei dann doch vertagen musste.

An vielen Stellen dachte ich, “Oh wow, das muss ich Dingens schicken”, “Hej, genau mein Thema” oder “Das könnte X weiterhelfen”. Und gleichzeitig entwickelte ich während der Lektüre, die sich unglaublich realistisch und abgeklärt gibt, Ablehnung gegen einige der Aussagen und Ansichten des Autors

Sicher, Desillusionierung kann eine grosse Hilfe sein, zumal wenn man sich in großen Höhen geistiger Überflüge ikarusgleich allzu großer Sonnenstrahlung aussetzt. Ich praktiziere seit 18 Jahren Zen-Buddhismus und kann ein Liedchen davon singen. Doch während ich einige hilfreiche Hinweise in McLeods Text finde oder wenigstens anregend provokative, wie “Ignore everybody”, “Put the hours in”, “Don’t try to standout from the crowd; avoid crowds alltogether”, schlägt er sich doch nur auf die Gegenseite narzistisch kreativer Lebensentwürfe.

Gerade dieses Bedürfnis, Stellung zu beziehen scheint mir mühsam und der Entwicklung kreativen Ausdrucks wenig förderlich. Standpunkte besitzen sowieso nur eine Halbwertszeit von wenigen Tagen, wie meine hier, und werden durch unser eigenes Handeln und die weiteren Entwicklungen äusserst schnell wieder weggewaschen.

Ich frage mich, ob es wirklich besser ist, den indirekten Weg zu wählen, den Kafka’schen, den Frisch’schen, der das Einkommen sicher hält und das kreative Leben in den materiell unkritischen Bereich verlegt. Oder ob es besser ist, den van Gogh’schen Weg zu wählen, der alles ins Spiel wirft und die materiell, existenziellen Herausforderungen als Trigger persönlicher und kreativer Entwicklung zu leben und anzunehmen einlädt.

Ich frage mich weiter, ob es wichtig ist, hier Stellung zu beziehen. Ob es überhaupt “richtig” und “falsch” gibt und inwiefern die Schlauheit des Einen, der seinen (aktuellen) Weg für sich gefunden hat, überhaupt Übertragbarkeit auf die Situation irgendeines anderen geniessen kann.

Muhammad YunusVielleicht ist es besser, wenn Sie jetzt Ihre ganzen Versuche, das Leben eines erfolgreichen Künstlers oder Unternehmers zu leben aufgeben und sich endlich einen Job suchen. Vielleicht ist es wichtig, dass Sie endlich Ihren Job hinwerfen, alle Risiken in Kauf nehmen, um endlich Ihrer wahren Berufung zu folgen. Vielleicht ist es das Beste, wenn Sie Ihren Job behalten und gemäss McLeods Rat ihre Kreativität, ihre unternehmerische Initiative frei von fremder Einflussnahme im Bereich einer materiell abgesicherten Existenz entwickeln. Vielleicht ist es am besten, wenn Sie ganz etwas anderes tun, wie Richard Branson zum Beispiel oder Bill Gross, der Parallelunternehmer oder Muhammad Yunus.

Unter uns: wer weiss das schon? Welcher Ratgeber, welcher Berater und Coach, welche Hellsichtige, welcher intellektuelle Schlaumeier, welcher “Vor- und kreativer Querdenker” kann uns denn helfen, den für uns richtigen Weg zu gehen? Niemand und jeder, wenn wir uns unsere Fähigkeit selbst zu entscheiden und zu denken bewahren. Oder besser unsere Fähigkeit, uns in jedem gegebenen Moment von dem überraschen zu lassen, was wir als nächstes tun und von der Richtung in welche wir unsere Schritte lenken werden.

Gerade das scheint mir manchmal eine grosse Bremse für den lebendigen Ausdruck unserer Kraft und die Entwicklung unserer ureigenen Potentiale zu sein, diese Hoffnung auf klugen Rat durch andere. Die Hoffnung auf Weisung, Wissen und Klarheit, welche von aussen kommen.

Vielleicht fange ich jetzt erst an, meine naive Haltung aufzugeben, welche sich irgendwo dort draussen bei den Hippen der Kreativität, der Weisheit, der Beratung, der Begabung, der Produktivität, des Unternehmertums, des intelligenten Lebensstils, der Innovation die genialen Hinweise und Orientierungshilfen erhofft.

SkalpellDas eigene existenzielle Messer, ob kreativ, hochleistend oder sonstwie entspannt an den Schlauheiten und Wahrheiten der anderen zu wetzen, scheint mir viel interessanter, als ihren ausgetretenen Pfaden zu folgen. Das eigene Skalpell schärfen, damit es die Illusionen zerschneidet und die eigene “Wirklichkeit” offenlegen, welche wir mit jedem Atemzug, mit jeder echten, unmittelbaren Handlung erschaffen und mit allen anderen Handlungen auch – das scheint mir existenziell wichtig.

Welchem klugen Ratschlag folgend gehen Sie schon seit Jahren in die Irre? Welche jüngeren und älteren Glaubenssätze nutzen Sie tagtäglich, um sich am freien Ausdruck zu hindern? Was bräuchten Sie, um diese Krücken existenzieller Absicherung Ihrer vorübergehenden Identität loszulassen?

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