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Wahre Gelassenheit ist erblich

Anders ist die kühle Durchtriebenheit, mit welcher der Kandidat in der folgenden “Wer wird Millionär” Sendung zur Sache geht nicht zu erklären. Oft versucht, doch nie erreicht. Von solchen Triumpfen haben wir schon als Kinder geträumt. Heute träumen wir immer noch davon. Es kann nur einen geben und dieser eine ist kalt wie Eis.

Unsere französischen Nachbarn kommen da auf anderen Wegen zu anderen Ergebnissen. Das Klischee will ja, dass der Franzose sich stark auf sich und die Belange der “Grande Nation” hin orientiert. Zu welchen haarstäubenden Verirrungen das manchmal führen kann, davon legt der folgende Beitrag beredtes Zeugnis ab.

Der Evergreen der “Wer wird Millionär” Reihe: Horst Schlämmer knallhart. Hier wird kein Sitz geschont. Und der gute Herr Jauch zeigt, wie man’s macht.

Jack of all trades

Wie schön, wie schön. Ich kämpfe nun schon ein halbes Leben mit der Tatsache, dass ich mich nicht auf eine einzige Sache konzentrieren kann. Sobald ich das versuche lande ich in Teufelsküche. Der Standardspruch der Eltern und Grosseltern lautet: “Junge, Du musst Dich auf eine Sache konzentrieren, sonst wird nichts aus Dir.”

Wenn Sie sich in der Welt des Marketings für Selbständige, Freiberufler und Unternehmer umschauen, dann treffen Sie an allen Ecken und Enden auf Hinweise, welche Ihnen nahelegen, sich auf ein einziges Thema, ein einzige Problemlösung, eine Kundengruppe etc. pp. zu konzentrieren. Wolfgang Mewes hat dieses Vorgehen mit seiner Engpass konzentrierten Strategie (EKS) in Stein gemeisselt. Konzentriere Dich oder stirb. Alle beten es nach.

Fast alle. Doch nicht alle sind Engpass hypnotisiert, zum Glück. Es gibt eine kleine, intime Gruppe von Überlebenden, die dem Solo-Spezialistentum generelles Spezialistentum und spezielles Generalistentum entgegen halten. Alan Weiss, der wilde Berater und Speaker, der seiner Gilde beibringt, wie man nicht nur effektiv beraten, sondern auch gutes Geld dabei verdienen kann (weil man dem Kunden maximalen Nutzen bringt), erklärt frech: “Specialize and die”. Das tut gut. Das entspannt.

“Verteile Dich in alle Winde und werde glücklich dabei”, so lese ich das, wenn ich mich entspannen will. Bei einem InfoMarkt des Cyberforums (eine jämmerliche Webseite für einen IT-lastigen Verein) in Karsruhe habe ich vor einer Weile ein paar kluge Herren gefragt, was sie von der Idee halten, mehrere Unternehmen parallel zu entwickeln. Ihre Antwort entsprach dem, was man allgemein wohl erwartet: es ist schon schwierig genug, ein Unternehmen aufzubauen. Man muss sich konzentrieren, wenn man erfolgreich sein will.

Was soll ich sagen? Mainstream Blabla. Gut ist, was funktioniert. Wenn Sie am besten vorwärts kommen, wenn Sie zehn grosse Projekte parallel verfolgen, dann bewegen Sie sich doch am besten auf diese Weise und hören Sie auf nach brauchbaren Vorbildern zu suchen. Glauben Sie mir: es gibt nicht so viele, die offen dazu stehen würden. Einen kenne ich aus dem Internet, Bill Gross von Idealab. Er zündet eine Wunderkerze nach der anderen an, gerne auch einige en parallel.

Heute habe ich mir mal die Mühe gemacht bei Wikipedia nachzuschlagen, ob es wohl etwas Schlaues zum Thema “Hans Dampf in allen Gassen” gibt. Und siehe da: wunderbar. Vor allem diese Passage finde ich erfreulich:

In englischsprachigen Ländern ist der Jack of all trades das Pendant zum Hansdampf in allen Gassen. Will man ihn heutzutage jedoch negativ darstellen, erweitert man den Begriff einfach auf seine alte Form: Jack of all trades – and master of none. (Zu beachten ist dabei allerdings, dass das vollständige Zitat Jack of all trades and master of none, though oft-times better than master of one lauten würde, was wiederum die ursprünglich positive Intention dieser Aussage erkennen lässt.)

Leider ist man immer genötigt auf Menschen, wie Goethe oder Leonardo da Vinci zurückzugreifen, wenn man erfolgreiche Generalisten oder besser vielseitig begabte Hochproduktive anführen möchte, die in ihrem Leben auch noch brauchbar auf ihre Kosten gekommen sind. Aber am Ende muss man aufhören, sich in kleine praktische Kisten zu packen und sich in einer Normalität einzurichten, die nicht die eigene ist.

Wenn Sie die Wahl zwischen dem Vorwurf der Arroganz, Überheblichkeit und jener der Selbstzerstörung haben, wofür entscheiden Sie sich? Wo wir schon mal dabei sind. Hier noch eine schöne Passage von Nelson Mandela

“Unsere tiefgreifendste Angst ist es nicht, dass wir ungenügend sind. Unsere tiefgreifendste Angst ist, über dass Messbare kraftvoll zu sein. Es ist unser Licht, Nelson Mandela...nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht. Wir fragen uns, wer bin ich, mich brilliant, grossartig, talentiert, phantastisch zu nennen? Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes. Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen, dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen. Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es Kinder tun. Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen. Und wenn wir unser eigenes Licht erscheinen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.”
Marianne Williamson, from “A Return to Love” Zitiert von Nelson Mandela, Antrittsrede Präsidentenamt, 1994

Alle Wahlverwandten, die uns helfen, uns selbst voll zu entwickeln, nicht nur in unserem Interesse, im Interesse der Welt auch, sind gut. Goethe, Picasso, Edison und da Vinci waren auch nur Menschen.Und Sie wissen ja: wer sein Potenzial nicht entwickelt bestiehlt die Welt.

Einen unbesehenen Link noch zum Ausklang: “Hans Dampf in allen Gassen“, von Heinrich Zschokke. Ich will noch ein paar Projekte vorwärts bringen, bevor ich mich dieser Lektüre zuwende.

Balsam für die geschundene Produktivseele

IntelliconsultMein lieber Kollege Stefan Lapenat von .intelliconsult (er ist wirklich so intelligent, wie der Firmenname und sein Portait auf der Seite vermuten lassen ;-) ) hat mir heute den Link auf eine Seite zukommen lassen, die ich Ihnen hier nur abgeschwächt empfehlen kann:

You Are Mighty

Sie können den Effekt dieser Seite maximal dadurch verstärken, dass Sie im Adressfenster des Browsers, die URL entsprechend Ihren Bedürfnissen anpassen. Der Vorname macht sich nicht schlecht.

Sagen Sie selbst: fühlt man sich da nicht gleich besser, erholt, voll frischen Mutes für die bevorstehenden Herausforderungen?

Gehen Sie mal wieder zu Fuss

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass unser moderner Lebensstil nicht dazu angetan ist, uns als Zugabe zum erreichbaren Alter auch die entsprechende Gesundheit zu erhalten. Doch auch schon in jüngeren Jahren, gerne ab der dreissiger Marke, machen sich komische Dinge bemerkbar, wie Gewichtszunahme, Kurzatmigkeit, Rückenprobleme und andere unerfreuliche Nebenwirkungen des Komfortzonenbewohnens.

Nun gut, als Leser dieses Blogs sind Sie nicht wirklich gefährdet im Bereich ihrer Komfortzone zu vergreisen. Es sei denn, wir wollen Komfortzone hier etwas weiter fassen und Ihr kontinuierliches Streben nach neuen Herausforderungen, Abenteuern, Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten hinzu nehmen. Aber unter uns: liegt Ihre Komfortzone wirklich im Bereich körperlicher Aktivität? Wieviel Zeit bringen Sie pro Tag im Büro, Auto, Zug, Flieger sitzend zu?

Die Tipps, welche Sie, als definierte Minimalanforderung, um an der persönlichen Gesundheit dranzubleiben, jeder Fitness-Broschüre entnehmen können: nehmen Sie die Treppe, statt Aufzug oder Rolltreppe, erledigen Sie Dinge zu Fuss oder Fahrrad, statt mit dem Auto, kurz, nutzen Sie ganz alltägliche Situationen, um Ihrem geschundenen Körper ein wenig Abwechslung zu gönnen.

Und weil ich “Parcour” in der Theorie, d.h. entspannt von meinem Schreibtischstuhl aus, so cool und anregend finde, möchte ich Sie hier gerne an den Quellen meiner Inspiration teilhaben lassen.

(Bin ich verpflichtet, darauf hinzuweisen, dass diese Bewegungsabläufe schwierig sind und ein hohes Verletzungsrisiko bergen? Muss ich Sie darauf hinweisen, dass ich keine Verantwortung für etwaig enstandene Schäden bei der Nachahmung übernehmen werde?)

Viel Vergnügen beim Ausloten Ihrer Bewegungsmöglichkeiten.

First Life

Ich bin ein grosser Freund virtueller Kommunikation. Eine wunderbare Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu kommen, welche man sonst wahrscheinlich niemals treffen würde. Ich nutze die verfügbaren Medien zwar nicht exzessiv, aber doch höchst intensiv.

Gleichzeitig bin ich auch ein grosser Freund des direkten zwischenmenschlichen Kontakts, weshalb ich es vorziehe einen grossen Teil meiner Zeit in nicht-virtuellen Kommuniktaionssituationen zuzubringen. Aufgrund dieses Sachverhalts habe ich keinerlei Ambitionen, dem Trend zu folgen und ein zweites Leben im Netz zu entwickeln. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass ich schon genug damit zu tun habe, die Fäden des ersten Lebens irgendwie zusammen zu halten.

Wie geht es Ihnen in dieser Hinsicht? Brauchen Sie noch weitere Leben? Noch mehr Möglichkeiten? Anregungen? Input?

Wie auch immer. Ein Kollege hat mir gerade einen Link auf einen Artikel der TAZ zugesandt, welcher sich mit einem ganz neuen Thema befasst: First Life.

Viel Spass damit!

Need for speed.

Manch einer könnte sich schwer tun zu rechtfertigen, warum er manchmal nachts um zwei Uhr noch über seinem Rechner oder seinen Blättern sitzt. Allen guten Ratschlägen der Gesundheitsspezialisten zum trotz. Auch jenen des Körpers, welcher uns mit gnadenloser Regelmässigkeit (und Konsequenz) zurück an den Boden nagelt. Allein Rechtfertigungen sind so langweilig. Niemand würde heute fragen, warum sich Kafka die Nächte um die Ohren schrieb. Wer könnte ihm verzeihen, hätte er es versäumt? Aber es soll hier nicht um die Qualität der kreativen und mentalen Ergüsse gehen oder ihren Wert für die Um- und Nachwelt.

Es ist nur allzu offensichtlich, das soll hier Thema sein, warum klassische Work-Life-Balance- und Selbstmanagement-Ansätze, welche schon unter normalen Bedingungen schwer auf die Strasse zu bringen sind, bei Kreativen und Hochbegabten völlig zum Scheitern verurteilt sind. Von einem Exkurs über das Schlafbedürfnis Hochbegabter und Kreativer und die Wohltaten des stillen nächtlichen, arbeitsamen Alleinseins für einen hochproduktivitätsgierigen Familienmenschen will ich hier heute absehen. Darauf komme ich ein anderes mal zurück.

Natürlich ist nicht jeder begabte Wilde oder mit der Lizenz zum Wildsein Ausgestatte in der Situation, unter der Vielfalt seiner Möglichkeiten zu leiden. Für alle jedoch gilt, dass es mit Prioritäten, Eisenhower-Gedöhns, Pareto-Prinzip, positiven Affirmationen und Entspannungstechniken nicht getan ist. Im Gegenteil: Versuche, auf diesem Wege das eigene Leben “in den Griff zu bekommen” können das Gefühl des totalen Scheiterns noch vergrössern. Wie alle Versuche übrigens, auf trivialem Wege erledigen zu wollen, was, in den ersten Schritten jedenfalls, ein wenig komplexer ist.

Ein Porsche mit angezogener Handbremse und einhundertvierzig Stundenkilometern auf der Landstrasse stinkt und raucht einfach. Da hilft kein Aromabäumchen im Innenraum, da helfen auch keine zwanzig. Da hilft kein besserer Sprit, kein schöner Spoiler, keine breiten Reifen, keine Schalensitze und auch kein Fahrertraining. Nicht für die Landstrasse.

“Die Handbremse lösen” denken Sie. Aber das Geschoss ist schon mit einhundertvierzig auf der Landstrasse unterwegs und der Fuss liegt bleiern auf dem Gaspedal: “Need for speed!” Porsche und Porschefahrer sind nicht für die Landstrasse gemacht, noch weniger für den Stadtverkehr. Dies Wissen nützt dem Fahrer allerdings wenig, wenn er sich in einem Fiat fünfhundert glaubt und seine Fähigkeit einen Rennwagen zu kontrollieren für dubios, wenn nicht gestört oder grössenwahnsinnig hält. (Aber auch dies wäre ein Exkurs, welcher den hier gesteckten Rahmen sprengt.)

Ein Porschefahrer gehört mit seinem Vehikel auf die Autobahn und, um sich auf die Autobahn vorzubereiten, auf die Rennstrecke. Alles andere ist Pillepalle.

Wenn das Stinken aufhören soll, muss der Porsche dorthin, wo er hingehört und der Fahrer dort trainieren und lernen, wo er niemanden durch Geschwindigkeit und Unbändigkeit gefährdet. Es gibt nur einen Weg, das Stinken zu beenden: die Zeit auf der Landstrasse auf ein Minimum zu reduzieren. Der Rest erledigt sich dann von selbst, denn jeder Porschefahrer weiss sehr wohl, dass er und sein Fahrzeug sich erholen müssen, von Zeit zu Zeit, wenn beide auf ihre Kosten gekommen sind.

Der einzige Weg für Hochbegabte und Kreative so etwas ähnliches wie Balance in ihrem Leben (auf dem Hochseil) zu erreichen liegt dort, wo sie sich in den Dingen des Alltags so austoben können, dass sie zufrieden ins Bett fallen - zu welcher Tages- oder Nachtzeit auch immer. Das Nicht-merken oder Zu-deuten-Wissen der eigenen Bedürftigkeit nach angemessenen Anforderungen und Ausdrucksmöglichkeiten kann sonst dazu führen, dass sie sich die Nächte um die Ohren schlagen und sogar dabei erfolglos bezogen auf ihre Bedürftigkeit bleiben. Was dem Porschefahren mit angezogener Handbremse auf der Autobahn gleichkäme.

Wenn Sie Ihre Situation in den bisherigen Überlegungen wiedererkennen, dann sollten Sie sich vielleicht ernsthaft Gedanken darüber machen, ob Sie sich mit den richtigen Menschen, Dingen, Herausforderungen und Projekten in Ihrem Leben befassen. Oder ob Sie Ihre Lebenszeit wie Perlen vor die Säue Ihrer Entscheidungen von gestern werfen, als hätten Sie das Perlentauchen erfunden.

Die Knochen zu finden, aus denen Sie mit scharfer Klinge das nahrhafte Mark für Ihre intellektuelle und kreative Klösschensuppe herauslösen können, ist nicht immer einfach. Und suchen bietet hier die grösste Chance, nicht zu finden, da die Knochen meist nahe bei Ihnen liegen, aber nicht als solche erkannt werden. Nehmen Sie sich und Ihre Gaben ernst, damit Sie Erfolg und Gelassenheit (Gesundheit?) zum Traualtar geleiten können. Ich freue mich schon jetzt auf Ihren Nachwuchs.

Hochbegabte sollten Pingpong spielen

Mein treuer Blogleser und -kommentierer, Wernfried Hübschmann vom celas:traineream, meinte Hochbegabte müssten Pingpong spielen. Und führt Herrn Timo Boll ins Feld, welcher wohl Begabungen hat, die man nicht mit komischen Tests in unsympathischen Räumen, schlimmer Prüfungsangst ausgeliefert, herauszufinden braucht, da sie sozusagen ins Auge springen. Als Europameister im Einzel, Doppel und in der Mannschaft kann man wohl von Hochbegabung ausgehen. Man beachte “Doppel” und “Mannschaft”. Manch intellektuell Hochbegabter bekommt angesichts solchen Menschenauflaufs gerne mal eine mittelmässige Krise. Wir können in diesem Fall also von einer Mehrfachbegabung - sozial, taktisch, strategisch und sportlich - ausgehen.

Wikipedia hilft uns auch bezogen auf diese exotische Sportart weiter: “Tischtennis wird oft als die „schnellste Ballsportart der Welt“ bezeichnet.” Das ist doch schon mal etwas. Wie in meinem vorherigen Beitrag aufgezeigt, kann körperliche Bewegung durchaus ihre Vorzüge haben, auch wenn ihr nicht alle Hochbegabten gleiches Interesse entgegenbringen. Der schnellste Ballsport (der bekannten Welt) sollte doch die Schnelldenker hinter dem Computer, Schreibtisch, Elektronenmikroskop, Reagenzglas hervorlocken können. Gefahr, es könnte Langeweile aufkommen scheint bei diesem Sport nicht in Verzug.

Allerdings scheinen wir es bei den Tischtennisspielern mit sehr sorgfältigen Menschen zu tun zu haben, sodass sich nicht alle Hochbegabten gleichermassen angesprochen fühlen dürfen. Das zumindest legt der Umfang des Wikipedia-Beitrags nahe. Also vielleicht nur ein Sport für die prägnanten und weniger für die breit Begabten (um Henning, den Grossen zu zitieren)? Kein Sport für mich? Nun ja, bei Oma im Keller haben wir es immer nur ein halbes Stündchen an der Platte ausgehalten. Sehr zur Sorge meiner Grossmutter, welche befürchtete, dass aus uns nichts werden würde - bei dem mangelnden Durchhaltevermögen…

Was wollte ich noch mal sagen. Ach ja, mal schauen, ob es Leute gibt, welche mit Tischtennisschlägern oder - bällen jonglieren. Um die Brücke zu schlagen sozusagen und auch mir neue, abwechslungsreiche Wege in Richtung “Pingpong” zu bahnen…

Na, wäre doch gelacht. Und weil’s so schön war:

Herzliche Grüsse nach Berlin, lieber Herr Hübschmann und Danke für Inspiration und Ihre Ausdauer im Spiel :-) .

Hochbegabte müssen jonglieren

Was habe ich da schlaues in Wikipedia zum Thema Jonglieren gelesen:

“Jonglieren ist sehr gut geeignet, das körperliche und geistige Wohlbefinden zu steigern. So fördert es die Konzentrationsfähigkeit, die Reaktionsschnelligkeit, das räumliche Vorstellungsvermögen, sowie Zeit-, Rhythmus- und Gleichgewichtsgefühl. Durch die gleichmäßige Beanspruchung der Muskeln und des Bewegungsapparats wird die Beweglichkeit und Ausdauer erhöht. Jonglieren erhöht außerdem das periphere Sehvermögen und schult Koordination und Wahrnehmung. Nicht zuletzt ist Jonglieren eine gute Möglichkeit, durch seine beinahe meditative Gleichförmigkeit Stress abzubauen. Außerdem führt die Gewissheit, etwas Außergewöhnliches zu beherrschen, zu einer Stärkung des Selbstbewusstseins. Das ständige Fangen ist allerdings auch eine Belastung für die Gelenke, gerade der Hand. So kann es nach sehr langen Übungen, gerade neuer Tricks, zu Prellungen und Gelenkschmerzen führen.

Kognitionsentwicklung

Nachgewiesener Maßen vergrößert sich durch das Jonglieren die Brücke zwischen den beiden Gehirnhälften, der Corpus Callosum. Durch diese Vergrößerung wird eine gewisse Synchronisation, was die Benutzung der Gehirnhälften angeht, erreicht. Bei den meisten Menschen ist die linke Gehirnhälfte, die für Logik und Sprache zuständig ist, dominant, während die rechte Hälfte, die den emotionalen und phantasievollen Part des Gehirns bildet, weniger benutzt wird. Durch die Angleichung der Benutzung wird auch die Kreativität erhöht, da kreatives Schaffen vor allem durch eine beidseite Benutzung des Gehirns entsteht.

Na wenn das mal keine Gründe sind, sich mit dem Thema nicht nur theoretisch auseinanderzusetzen? Aber schauen Sie mal, wie Sie selbst als Geek ein Publikum in Rausch versetzen können allein durch die Tatsache, das Sie Bälle durch die Luft werfen und die Gravitation für Ihre Spielchen nutzen.”

Es wird höchste Zeit, dass ich meine Bälle mal wieder hervor hole. Und Sie?

Bodo Wartke - Liebeslied

Martin Wedgwood

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