Monatsarchiv für Mai 2007

 
 

Balsam für die geschundene Produktivseele

IntelliconsultMein lieber Kollege Stefan Lapenat von .intelliconsult (er ist wirklich so intelligent, wie der Firmenname und sein Portait auf der Seite vermuten lassen ;-) ) hat mir heute den Link auf eine Seite zukommen lassen, die ich Ihnen hier nur abgeschwächt empfehlen kann:

You Are Mighty

Sie können den Effekt dieser Seite maximal dadurch verstärken, dass Sie im Adressfenster des Browsers, die URL entsprechend Ihren Bedürfnissen anpassen. Der Vorname macht sich nicht schlecht.

Sagen Sie selbst: fühlt man sich da nicht gleich besser, erholt, voll frischen Mutes für die bevorstehenden Herausforderungen?

Gehen Sie mal wieder zu Fuss

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass unser moderner Lebensstil nicht dazu angetan ist, uns als Zugabe zum erreichbaren Alter auch die entsprechende Gesundheit zu erhalten. Doch auch schon in jüngeren Jahren, gerne ab der dreissiger Marke, machen sich komische Dinge bemerkbar, wie Gewichtszunahme, Kurzatmigkeit, Rückenprobleme und andere unerfreuliche Nebenwirkungen des Komfortzonenbewohnens.

Nun gut, als Leser dieses Blogs sind Sie nicht wirklich gefährdet im Bereich ihrer Komfortzone zu vergreisen. Es sei denn, wir wollen Komfortzone hier etwas weiter fassen und Ihr kontinuierliches Streben nach neuen Herausforderungen, Abenteuern, Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten hinzu nehmen. Aber unter uns: liegt Ihre Komfortzone wirklich im Bereich körperlicher Aktivität? Wieviel Zeit bringen Sie pro Tag im Büro, Auto, Zug, Flieger sitzend zu?

Die Tipps, welche Sie, als definierte Minimalanforderung, um an der persönlichen Gesundheit dranzubleiben, jeder Fitness-Broschüre entnehmen können: nehmen Sie die Treppe, statt Aufzug oder Rolltreppe, erledigen Sie Dinge zu Fuss oder Fahrrad, statt mit dem Auto, kurz, nutzen Sie ganz alltägliche Situationen, um Ihrem geschundenen Körper ein wenig Abwechslung zu gönnen.

Und weil ich “Parcour” in der Theorie, d.h. entspannt von meinem Schreibtischstuhl aus, so cool und anregend finde, möchte ich Sie hier gerne an den Quellen meiner Inspiration teilhaben lassen.

(Bin ich verpflichtet, darauf hinzuweisen, dass diese Bewegungsabläufe schwierig sind und ein hohes Verletzungsrisiko bergen? Muss ich Sie darauf hinweisen, dass ich keine Verantwortung für etwaig enstandene Schäden bei der Nachahmung übernehmen werde?)

Viel Vergnügen beim Ausloten Ihrer Bewegungsmöglichkeiten.

First Life

Ich bin ein grosser Freund virtueller Kommunikation. Eine wunderbare Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu kommen, welche man sonst wahrscheinlich niemals treffen würde. Ich nutze die verfügbaren Medien zwar nicht exzessiv, aber doch höchst intensiv.

Gleichzeitig bin ich auch ein grosser Freund des direkten zwischenmenschlichen Kontakts, weshalb ich es vorziehe einen grossen Teil meiner Zeit in nicht-virtuellen Kommuniktaionssituationen zuzubringen. Aufgrund dieses Sachverhalts habe ich keinerlei Ambitionen, dem Trend zu folgen und ein zweites Leben im Netz zu entwickeln. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass ich schon genug damit zu tun habe, die Fäden des ersten Lebens irgendwie zusammen zu halten.

Wie geht es Ihnen in dieser Hinsicht? Brauchen Sie noch weitere Leben? Noch mehr Möglichkeiten? Anregungen? Input?

Wie auch immer. Ein Kollege hat mir gerade einen Link auf einen Artikel der TAZ zugesandt, welcher sich mit einem ganz neuen Thema befasst: First Life.

Viel Spass damit!

Ist es besser Freunde oder Feinde zu haben?

Diese Frage beschäftigt mich dieser Tage. In einem XING-Forum ging es ziemlich heiss her und ich war mitten drin…

“Feind” ist natürlich ein starkes Wort. Die Grundfrage hier: kann man gut mit sich umgehen, kann man sich kraftvoll für das Einsetzen, was einem wertvoll ist, ohne damit Widerstand zu wecken, ohne dabei Menschen gegen sich aufzubringen? Natürlich nicht.

Ich habe über Jahre versucht, (sollte ich sagen, fast mein ganzes Leben) mich mit allen gutzustellen. Wenn mir Anmassung vorzuwerfen ist oder Selbstüberschätzung, dann nur, weil ich redlich gehofft hatte, dies sei möglich.

Was lerne ich jetzt? Das ich ausserordentlich mehr Wahlmöglichkeiten habe, heute, als ich als Kind hatte. An diese Freiheit und Macht über mein Leben muss ich mich erst noch gewöhnen. Ich werde die Richtigkeit meines Handels in Zukunft stärker an dem messen, wieviele Feinde ich mir mache. Das scheint mir ein guter Gradmesser für eine gesunde Entwicklungsrichtung. (Grossen Dank schulde ich hier (gerne) meinem Lieblingsengel).

Um Truman Capote zu zitieren “Erfolg ist so ziemlich das Letzte, das einem vergeben wird.”

Und hier eine kleine, feine Zitatensammlung zum Thema, welche ich im Aikidoforum eingesammelt habe:

Bevor man anfängt, seine Feinde zu lieben, sollte man seine Freunde besser behandeln.
Mark Twain

Ich würde keine Freunde haben, wenn ich nicht auch Feinde hätte, man kann nicht beides zugleich, kalt und warm, sein, und auf Kampf besteht das Leben in der ganzen Natur.
Otto von Bismarck

Größere Gegner gesucht. (Inserat von Karl Kraus in der Zeitschrift “Die Fackel”)
Karl Kraus

Ich bin verpflichtet, meinen Gegnern Argumente zu liefern, aber nicht Verstand.
Benjamin Disraeli

Man soll den Gegner nicht schlechter machen als er ohnehin ist.
Mark Twain

Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen.
Jean-Paul Sartre

In der Auswahl seiner Feinde kann man nicht sorgfältig genug sein.
Oscar Wilde

Unseren Feinden haben wir viel zu verdanken. Sie verhindern, daß wir uns auf die faule Haut legen.
Martin Kessel

Und zu guter Letzt (um das ganze kosmisch einzureihen):

Sieg erzeugt Hass, denn der Besiegte ist unglücklich.
Der Mensch, der sich von Sieg und Niederlage
gleichermaßen löst, ist befriedet, glücklich.
(Dhammapada, Kapitel 15, Strophe 201)

Viel Erfolg beim Feinde schaffen.

Martin Wedgwood

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