Monatsarchiv für Mai 2006
Veranstaltungshinweise No 6
19. Mai – Beats & Business: Vortrag & Party, organisiert von den Wirtschaftjunioren Ortenau und der Jeune Chambre Economique de Strasbourg.
Der aus Offenburg stammende Filmregisseur Stefan Tolz wird ab 19.30 Uhr über seine Recherchen für den Kinofilm “eBay World” berichten. Der Filmemacher hat auf vier Kontinenten recherchiert und dokumentiert, wie das weltweit führende Internet-Portal das Leben der Menschen verändert. Danach steigt eine Tanzparty mit DJ Volker Franck von Hitradio Ohr. Näheres unter http://www.beats-and-business.de
24. – 27. Mai – “Der neue Geist der Wirtschaft” – Bewusstsein – Verantwortung – Spiritualität
Kongress des Spiritual Venture Network e.V. im Regentenbau und den Heiligenfeld Kliniken, Bad Kissingen. Näheres unter http://www.akademie-heiligenfeld.de/
Überraschungen
Sonntag, 15.30 Uhr: Der Kindergeburtstag, auf den meine Ältere eingeladen ist, hat bereits vor einer halben Stunde begonnen. Ich bin am Rande des Nervenzusammenbruchs, denn mit Wochenende war bisher noch nicht allzu viel. Statt meine Zeit mit Faulenzen und Dolcefarniente zu verbringen, habe ich meine Zeit damit vertrödelt, Angebote für Menschen zu schreiben, die meinen Beipackzettel nicht gelesen haben – sei’s drum.
Ich bin dabei die halbe Welt zu verfluchen: “Wie ist die nur darauf gekommen, den blöden Geburtstag an einem Ort mitten in der Pampa zu veranstalten. Eine Stunde Auto fahren wegen einem doofen Kindergeburtstag. Wieso hast Du nicht gleich gesagt, dass wir nicht kommen. Ich bleibe hier.” Sie merken schon: Bombenstimmung im Hause Wedgwood.
Einmal mehr das Mädchen als Zünglein an der Waage – jede Initiative meinerseits, den Event durch eine andere Attraktion zu ersetzen wird mit einem trotzigen Tränenausbruch und grossem Geschrei quittiert. Na gut. Ich gebe mich geschlagen. Missmutig schleppe ich meinen ausgezehrten Körper in Richtung Automobil. Auf geht’s in den Regenwald der Nordvogesen, um unseren Nachmittag auf irgendeinem langweiligen Grillplatz zu verplempern.
Kaum sitzen wir im Auto, schlafen die Kinder ein. Meine Frau und ich haben das erste Mal seit Tagen einen ruhigen Moment entspannten Plauderns. Urlaubsgefühle stellen sich ein…
Als wir am Grillplatz ankommen entpuppen sich die vermuteten komischen Fremdlinge als Freunde, sympathische Bekannte und nette Menschen. Die Kinder verschwinden im Wald und tauchen erst in der Abenddämmerung wieder auf: von Hunger nach leckeren Würstchen und Nudelsalat getrieben.
Wir Herren spielen Boule mit den übriggebliebenen Kindern, tun so, als könnten wir auch etwas mit den kleinen Geschöpfen anfangen und beschliessen vorsichtig die Gründung eines Boule-Clubs in Kehl.
Hier und da sitzen vereinzelte Grüppchen, in Gespräche und Geplauder vertieft. Ein wunderbarer Nachmittag und Abend auf einem herrlichen Fleckchen Erde mit wunderbar sympathischen Menschen.
Besser hätten wir den Sonntag nirgendwo sonst verbracht.
Was lernen wir daraus:
- Es gibt schöne Orte im Elsass.
- Es ist praktisch, wenn man blöde Einladungen bekommt und ein Auto hat, um hinzufahren.
- Es ist schön, wenn man Menschen kennt, die man gerne mag.
- Manchmal kommt etwas Gutes dabei heraus, wenn man seinen Kindern Wünsche erfüllt.
- Das Leben ist voller Überraschungen und manche sind angenehm.
Die fünf Kriterien für hoch motivierende Ziele
Vielleicht haben Sie letzte Woche tatsächlich nur “Bahnhof” verstanden. Es war zugegebenermaßen auch ein komplizierter Zugang zu einer eigentlich ganz einfachen Frage:- Welches sind die Baustellen, um die ich mich dringend kümmern sollte?
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Sie Klarheit darüber haben, welches die Dinge und Bereiche sind, die Sie dringend anpacken wollen. Vielleicht haben Sie eine klare Vorstellung, wo es klemmt, was einer Veränderung im Weg steht, was Sie weg haben wollen, was Sie nervt, was nicht rund läuft.
All das hilft Ihnen aber noch kein bisschen dabei, die zugrunde liegenden Probleme zu lösen. Wenn Sie die Wahrscheinlichkeit, Ihre Probleme zu lösen, maximal erhöhen wollen, sollten Sie Ihre Ziele in einer Weise formulieren, die Lust macht, sie anzugehen.
Formulieren Sie Ihre Ziele nicht zu gross oder zu vage. Machen Sie die Erreichbarkeit Ihrer Ziele nicht abhängig von dem, was andere tun. Formulieren Sie Ihre Ziele nicht als Negationen oder als Ende von etwas (“Ich will mit dem Rauchen aufhören.”). Denn sonst schaffen Sie bereits jetzt die Grundlage dafür, in der nahen Zukunft frustriert festzustellen: es hat nicht geklappt.
Und da der letzte Abschnitt ein beredtes Beispiel für schlecht formulierte Anweisungen und Ziele ist (sozusagen als lebendiges Negativbeispiel), kommt hier die wohlgeformte Liste der ultimativen fünf Kriterien für hoch motivierende Ziele:
1. Es geht um etwas, das Ihnen wirklich wichtig ist (Sie erinnern sich: Leidenschaft).
Dieser erste Punkt mag trivial erscheinen. Aber wie oft sind Sie damit beschäftigt, sich für etwas aufzureiben, das Ihnen so gut wie gar nichts bedeutet? Falls Sie Ambitionen haben, Ihr Leben im allgemeinen stärker auf das auszurichten, was Ihnen wichtig ist, dann kenne ich jemanden, der Sie dabei unterstützen kann.
2. Es ist eher klein als gross.
Falls es um ein grosses Projekt geht, wie Unternehmensgründung, Erwachsenwerden, einen Partner fürs Leben finden, ein besserer Mensch werden, glücklich sein oder reich werden, dann zerlegen Sie es in geeignete Teilziele. Legen Sie ein Prüf-Kriterium für die angemessene Grösse an: ein Teilziel soll in einem Zeitrahmen realisierbar sein, den Sie überblicken können. Gönnen Sie sich viele kleine Teilerfolge. Auf dieses Thema kommen wir zu einem späteren Zeitpunkt zurück.
3. Es beschreibt den Beginn von etwas.
Sie beenden nicht Ihr Dasein als Angestellter, Sie wollen ein erfolgreicher Unternehmer werden. Sie wollen nicht Ihr Single-Dasein hinter sich lassen, Sie möchten mit einem Menschen zusammen leben, der … und so weiter. Unser Unbewusstes kennt so etwas wie Negation nicht. Geben Sie Ihrem Unbewussten Material, welches es versteht.
4. … Ach ja, ich wollte ja schonend mit Ihrer Zeit umgehen. Die letzten zwei essentiellen Aspekte eines wohlgeformten Ziels gibt’s nächsten Donnerstag. (Passt auch gut, ich muss sowieso gleich zu einem wichtigen Termin)
Und bevor Sie mich kontaktieren lesen Sie bitte den Beipackzettel auf meiner Webseite: http://www.martinwedgwood.com/187.0.html
Oops, die Zeit vergeht…
Die Zeit fliegt. Um das zu merken muss man nicht unbedingt die grossen Zen-Meister wie Dogen Zenji studieren. Ich erkenne das beispielsweise am Hochwasser der Hosen meiner Töchter und daran, einen weiteren Muttertag fast verschlafen zu haben.Oops, es ist schon Mitte Mai…
Und es ist schon wieder Donnerstag und ich habe noch keinen Strich für meinen Newsletter getan. Einige meiner Leser haben Befürchtungen geäussert, ich könnte in Schwierigkeiten geraten, das Pensum, welches ich mir auferlegt habe, durchzuhalten. Kennen Sie das Konzept von Sigmund Freud, genannt “Projektion”? Ich bin nicht gerade ein Verfechter der grossen Lehre dieses grossen Wieners…
Dennoch nehme ich diese Befürchtungen als Anregung, mich ein wenig kürzer zu fassen. Nicht um meiner Selbst willen, vielmehr, weil ich Sie nicht an die Grenzen Ihrer Belastbarkeit bringen möchte mit meinem Newsletter, der gerade das Gegenteil bewirken will.
Die Artikel meines Newsletters veröffentliche ich jetzt neuerdings auch in meinem Weblog. Wenn Sie also auf den Höhen des multimedialen Geschehens mitfliegen (das scheinen Sie ja zu sein…) und Lust haben, Kommentare zu schreiben oder Fragen zu stellen: schlagen Sie zu… (http://www.martinwedgwood.com/blog)
Wenn Sie Lust haben, herauszufinden, wie Sie Ihre Zeit, während Sie vorbeifliegt, bestmöglich nutzen können und dabei gelassen und entspannt bleiben wollen, dann schreiben Sie mir doch eine E-Mail… Nur so als Anregung.
