Monatsarchiv für Mai 2006

 
 

Business life under construction…

Andere Leute überarbeiten ihre Webseite einmal alle fünf Jahre. Manche tun noch nicht einmal das…

Ich überarbeite meine Webseite im Augenblick alle fünf Monate und das ist gut so. Als passionierter Veränderungsexperte bemühe ich mich, immer genauer an den Ort heranzustolpern, wo ich mit der geringsten Anstrengung die grössten positiven Effekte für meine Kunden, meine Mitmenschen und natürlich für mich erreichen kann.

Das ist prozesshaft (sprich: nicht-linear) und vollzieht sich über einen nicht näher eingegrenzten Zeitraum. (Obwohl es deutlich wahrnehmbare “Peaks” der Veränderung gibt - so zur Zeit). Eine einzige Bedingung gibt es dabei: mit jedem Stolpern, die Nähe zwischen meinem Angebot und meinen Kunden zu vergrössern.

Wie stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Kunden erreichen? Wieviel Zeit investieren Sie in Ihr Marketing und Ihre Positionierung? Haben Sie alles auf den Weg gebracht und ruhen sich jetzt aus? Na dann gute Nacht…

Eine Empfehlung: gönnen Sie sich jeden Tag eine halbe Stunde, um sich nur mit der Frage zu beschäftigen, wie Sie Ihre Kunden noch besser, noch direkter, noch glaubwürdiger und noch hilfreicher ansprechen können.

Und glauben Sie mir: wenn Sie das über einen angemessenen Zeitraum durchhalten (sagen wir zwei Jahre), klare Umsetzungsziele daraus ableiten und zur Tat schreiten, dann werden Sie wahre Wunder erleben mit Ihrem Unternehmen.

Wenn nicht? Dann werden Sie bald ein Kandidat für meine Beratung. Sie haben die Wahl…

Gesegneter Schreiber

Ich bin ein gesegneter Newsletter-Schreiber: auf jeden Newsletter bekomme ich viele Rückmeldungen. Die Meinungen gehen zum Teil etwas auseinander. Was dem einen zu flapsig und geplaudert ist, ist dem anderen schon zu ernst.

Es gibt ein geflügeltes Wort zum Thema Positionierung: “Don’t try to be everyones darling.” Versuche nicht, alles für alle zu sein. Und wie lässt sich das mit dem anderen geflügelten Wort, dem der “Kundenorientierung” verbinden? Vielleicht nur so: es gibt keinen anderen Weg, gute Geschäfte zu machen, erfolgreich und zufrieden zu sein, als den, authentisch zu handeln und zu kommunizieren.

Do what you think and say what you feel because those who mind don’t matter, and those who matter don’t mind.” (Tue, was Du denkst und sage, was Du fühlst, denn jene, welche sich daran stören sind nicht so wichtig und diejenigen, welche wichtig sind, stört es nicht.)
(Richard Bach)

Doch die Rückmeldungen gehen noch weiter: ich kriege Büchertipps von hier und da, manche kommen sogar und bringen mir ein Buch vorbei. Ich kann nur sagen: ganz herzlichen Dank und weiter so.

Unter http://www.martinwedgwood.com/index.php?id=197 können Sie in meiner Internet-Umfrage Ihre Meinung zum Thema “Erwartungen an einen Newsletter” kundtun. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.

Oder posten Sie Ihren Kommentar doch gleich hier.

Die fünf Kriterien für hoch motivierende Ziele - Fortsetzung

Nachdem ich Sie letzte Woche nach den ersten drei Kriterien im Stich gelassen habe, möchte ich die Liste heute zu Ende bringen. Zur Wiederholung - die ersten drei Kriterien:

  1. Es geht um etwas, das Ihnen wirklich wichtig ist.
  2. Es ist eher klein als gross.
  3. Es beschreibt den Beginn von etwas.


4. Es ist spezifisch und konkret
Wenn es um Ziele geht, haben Menschen häufig die Tendenz, schwammig zu formulieren. Sie wollen sich nicht festlegen und nehmen sich damit die Chance, das eigene Vorgehen zu korrigieren und die Zielerreichung zu überprüfen.

Um Ihre Energie zu mobilisieren und Ihre Bereitschaft, etwas zu bewegen, ist es ausserordentlich hilfreich, wenn Sie sich ganz konkrete Fragen stellen, die Ihr Ziel vor Ihrem inneren Auge plastisch werden lassen.

Bis wann wollen Sie das Ziel erreichen? Was sind die konkreten Handlungen und kleinsten Schritte, die Sie auf dem Weg dorthin tun müssen? Welche Abhängigkeiten gibt es zwischen Teilzielen? Wer kann und wird Sie dabei unterstützen? Was brauchen Sie noch und woher bekommen Sie das?

Woran werden Sie merken, dass Sie das Ziel erreicht haben? Wie fühlen Sie sich dann in Ihrem Körper? Was und wen sehen Sie dann in Ihrer Umgebung? Was hören, schmecken, riechen Sie dann?

Welche Fähigkeiten werden Sie entwickelt haben? Wie tun Sie Dinge dann anders als jetzt? Welche Werte und Prioritäten rücken durch die Zielerreichung in den Vordergrund? Wie sehen und erleben Sie sich selbst dann?

5. Es ist selbst initiierbar
Ein attraktives Ziel formuliert die Dinge und Handlungen, die Sie selbst angehen können. Das heisst nicht, andere spielten dabei keine Rolle. Allerdings ist die Frage weniger, was andere tun oder nicht tun, sondern vielmehr, was Sie tun können, um andere Menschen einzubeziehen, ihr Knowhow anzuzapfen, sie für Ihr Projekt zu begeistern und zu gewinnen.

Es gibt noch ein paar weitere Bedingungen, die eine gute Zielformulierung ausmachen:

Machen Sie einen Ökologie- bzw. Ökonomiecheck. Stellen Sie sich Fragen in Hinblick darauf, ob und wie das angepeilte Ziel andere wichtige Bereiche und Werte in Ihrem Leben gefährden könnte. Wenn Sie sich z.B. mit dem Gedanken der Selbständigkeit tragen:

  • Wie beeinflusst die Unsicherheit der Existenzgründungsphase Ihre Beziehung, Ihr Familienleben, Ihre Gesundheit, Ihre materielle Situation?
  • Welchen Preis müssen Sie vermutlich für die Erreichung dieses Ziels bezahlen?
  • Worauf müssen Sie dabei verzichten? (Freizeit, Sicherheit, geregeltes Einkommen, geregelte Arbeitszeiten, Ferien etc.)
  • Sind Sie bereit, diesen Preis zu bezahlen?

Viele Ziele überleben diesen Test nicht. Häufig kann es dann sinnvoll sein, im Rahmen eines Coachings herauszufinden, auf welchen anderen Wegen dieses Ziel oder der dem Ziel zugrunde liegende Wunsch verwirklicht werden kann.

Entwickeln Sie Ihr Ziel massgeschneidert für Ihre Situation. Vermeiden Sie bei der Zielformulierung Vergleiche mit anderen. Ihre Ziele sind individueller Ausdruck, Ihrer Wünsche, Interessen, Werte, Ihrer Fähigkeiten und persönlichen Entwicklung. Machen Sie Ihre Ziele zum individuellen Ausdruck Ihrer Persönlichkeit und nicht zum Versuch so zu werden, wie andere.

Lassen Sie sich ruhig von anderen inspirieren. Aber entwickeln Sie ausgehend von dem, was Ihnen an anderen gefällt oder erstrebenswert erscheint, ein Ziel, eine Vision, eine Perspektive, die zu Ihnen passt.

Wohlgeformte Ziele sind keine triviale und nebensächliche Angelegenheit. Wenn Sie ernst damit machen, sind sie ein Garant dafür, Ihr Leben nicht nur theoretisch, sondern im täglichen Handeln an dem auszurichten, was Ihnen wirklich wichtig ist.

Sie ermöglichen Ihnen, Ihre grossen Visionen und Träume heil auf den Boden der Realität zu bringen. So übernehmen Sie Verantwortung für die Gestaltung Ihres Lebens und stärken Ihre Fähigkeit zu einem entschlossenen und selbstbestimmten Leben.

Wenn Sie sich gerade in einer kritischen Veränderungssituation befinden, ist lösungsorientiertes Coaching ein effektiver Weg, Überholtes loszulassen, Ihr unternehmerisches und berufliches Leben neu auszurichten und konkrete, attraktive Ziele zu entwickeln.

Gerne unterstütze ich Sie dabei.

Rufen Sie mich an unter +49 78 51 48 54 60 oder schreiben Sie mir eine E-Mail.

Weitere Informationen erhalten Sie auf Martin Wedgwood’s Webpage (http://www.martinwedgwood.com)

Freitag der Dreizehnte

Donnerstag, 22.00 Uhr: Ich breche auf zu meinem abendlichen Spaziergang, nehme aber nicht die übliche Route. In Kehl ist “Messdi”. Die Einzelhändler haben dafür gesorgt, dass sich die Innenstadt während vier Tagen in ein einziges Meer aus Menschen, Buden, Fahrgeschäften und Festzelten verwandelt.

Zentrum am Markt - eine Riesenhorde ungebändigter Jugendlicher hüpft einvernehmlich im Rhythmus mir unbekannter Klänge stetig auf und ab. Das Durchschnittsalter liegt auf einem Niveau, welches mich schnell das Weite suchen lässt. Opas wie ich sind bei solchen Anlässen einfach lächerlich.

Ich schwenke doch noch um auf meinen Standardkurs, streife kurz ein paar grüne Fleckchen und höre auf dem Rückweg “Neunundneunzig Luftballons” - als wäre die Röhre aus Hamburg persönlich aufgekreuzt. Nichts da. Oben auf dem Vordach des hiesigen Sportgeschäfts covern lustige Musikanten Lieder meiner Jugend - “Knutschfleck”.

Und wen entdecke ich da im Trubel? Einen der Urheber dieses ganzen städtischen Tohuwabohus - Claus Nückles. Kaum ist er da, ist er schon wieder weg, um kurze Zeit später mit zwei “Agua di Valencia” aufzutauchen. Frisch gepresster O-Saft mit Wodka, Cointreau, Sekt und noch irgendwas - er muss es ja wissen als Kehler Genuss-Guru.

Was erfahre ich im Gespräch. Sein Tabak- und Spirituosengeschäft existiert bereits in dritter Generation. Und nicht nur das. Herr Georg Emil Baumert gründete das Geschäft am Freitag, den 13. November 1934. Er hatte es nach der Machtergreifung des kleinen Österreichers vorgezogen, aus dem Staatsdienst auszuscheiden und sich mit Genusswaren selbständig zu machen.

Und jetzt führt Herr Nückles, der Enkel, einen prosperierenden Tempel weltlicher Verführungen - einen der grössten und bestsortiertesten der Region, wohlgemerkt.

Was lernen wir daraus?

  1. Freitag, der 13. kann trotz allem ein guter Tag für existenziell wichtige Entscheidungen sein und man kann Glück damit haben.
  2. Es gibt viele gute Gründe, sich trotz aller Risiken selbständig zu machen.
  3. Wenn Sie es in brisanten Zeiten tun und erfolgreich sind, haben Ihre Nachfahren gute Geschichten zu erzählen.
  4. Es gibt schottische Single-Malt-Whiskys, die in Sherry-Fässern gelagert werden und darum schön fruchtig schmecken.
  5. Die Dosis macht das Gift, um Paracelsus zu bemühen.

Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat

Pfliocht zum Ungehorsam gegen den StaatWo wir schon von Ungehorsam gegenüber dem Staat sprechen. Hier ein ultimativer Klassiker grosser Poesie von Henry David Thoreau: “Von der Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat”. Politische und weltanschauliche Polemik vom Feinsten. Mitglied der Naturalisten im Neuengland des 19. Jahrhunderts und Weggefährte Ralph Waldo Emersons.

Dieses Buch handelt von Thoreaus Gedanken während eines 24-stündigen Aufenthalts im Gefängnis seiner Heimatstadt. Er hatte sich geweigert, die Steuern zu bezahlen, weil er sich der amerikanischen Rassen- und Eroberungspolitik widersetzen wollte. Klingt das irgendwie überholt? Nun ja, nicht ganz.

Was dieser engagierte Mann des vorletzten Jahrhunderts schrieb, wurde zu einer wichtigen Inspirationsquelle des gewaltlosen Widerstands Mahatma Gandhi’s und Martin Luther King’s. Diese Schrift unterstützte den Widerstand gegen Hitler-Deutschland moralisch, beeinflusste stark Hermann Hesse und hat eine ganze Generation im Kampf gegen den Vietnam-Krieg bestärkt.

Wir wissen es nicht genau, aber vielleicht hat es auch Herrn Baumert angestiftet, seinen Rauchwarenladen zu eröffnen. Ich habe keine Ahnung, wozu es Sie inspirieren könnte. Zu engagiertem Unternehmertum vielleicht? Probieren Sie es einfach aus.

Amazon: Über die Pflicht zum Ungehorsam gegenüber dem Staat. EUR 12,90

Fremde Federn No 7

Eigensinn ist der kleine Bruder des Erfolgs.

Karl-Heinz Ruch

Fremde Federn No 6

Unser Leben ist flüchtig wie der Widerschein des Mondes im Wassertropfen, der vom Schnabel des Reihers fällt.

Dogen Kigen

Veranstaltungshinweise No 6

19. Mai - Beats & Business: Vortrag & Party, organisiert von den Wirtschaftjunioren Ortenau und der Jeune Chambre Economique de Strasbourg.

Der aus Offenburg stammende Filmregisseur Stefan Tolz wird ab 19.30 Uhr über seine Recherchen für den Kinofilm “eBay World” berichten. Der Filmemacher hat auf vier Kontinenten recherchiert und dokumentiert, wie das weltweit führende Internet-Portal das Leben der Menschen verändert. Danach steigt eine Tanzparty mit DJ Volker Franck von Hitradio Ohr. Näheres unter http://www.beats-and-business.de

24. - 27. Mai - “Der neue Geist der Wirtschaft” - Bewusstsein - Verantwortung - Spiritualität
Kongress des Spiritual Venture Network e.V. im Regentenbau und den Heiligenfeld Kliniken, Bad Kissingen. Näheres unter http://www.akademie-heiligenfeld.de/

Überraschungen

Sonntag, 15.30 Uhr: Der Kindergeburtstag, auf den meine Ältere eingeladen ist, hat bereits vor einer halben Stunde begonnen. Ich bin am Rande des Nervenzusammenbruchs, denn mit Wochenende war bisher noch nicht allzu viel. Statt meine Zeit mit Faulenzen und Dolcefarniente zu verbringen, habe ich meine Zeit damit vertrödelt, Angebote für Menschen zu schreiben, die meinen Beipackzettel nicht gelesen haben - sei’s drum.

Ich bin dabei die halbe Welt zu verfluchen: “Wie ist die nur darauf gekommen, den blöden Geburtstag an einem Ort mitten in der Pampa zu veranstalten. Eine Stunde Auto fahren wegen einem doofen Kindergeburtstag. Wieso hast Du nicht gleich gesagt, dass wir nicht kommen. Ich bleibe hier.” Sie merken schon: Bombenstimmung im Hause Wedgwood.

Einmal mehr das Mädchen als Zünglein an der Waage - jede Initiative meinerseits, den Event durch eine andere Attraktion zu ersetzen wird mit einem trotzigen Tränenausbruch und grossem Geschrei quittiert. Na gut. Ich gebe mich geschlagen. Missmutig schleppe ich meinen ausgezehrten Körper in Richtung Automobil. Auf geht’s in den Regenwald der Nordvogesen, um unseren Nachmittag auf irgendeinem langweiligen Grillplatz zu verplempern.

Kaum sitzen wir im Auto, schlafen die Kinder ein. Meine Frau und ich haben das erste Mal seit Tagen einen ruhigen Moment entspannten Plauderns. Urlaubsgefühle stellen sich ein…

Als wir am Grillplatz ankommen entpuppen sich die vermuteten komischen Fremdlinge als Freunde, sympathische Bekannte und nette Menschen. Die Kinder verschwinden im Wald und tauchen erst in der Abenddämmerung wieder auf: von Hunger nach leckeren Würstchen und Nudelsalat getrieben.

Wir Herren spielen Boule mit den übriggebliebenen Kindern, tun so, als könnten wir auch etwas mit den kleinen Geschöpfen anfangen und beschliessen vorsichtig die Gründung eines Boule-Clubs in Kehl.

Hier und da sitzen vereinzelte Grüppchen, in Gespräche und Geplauder vertieft. Ein wunderbarer Nachmittag und Abend auf einem herrlichen Fleckchen Erde mit wunderbar sympathischen Menschen.

Besser hätten wir den Sonntag nirgendwo sonst verbracht.

Was lernen wir daraus:

  1. Es gibt schöne Orte im Elsass.
  2. Es ist praktisch, wenn man blöde Einladungen bekommt und ein Auto hat, um hinzufahren.
  3. Es ist schön, wenn man Menschen kennt, die man gerne mag.
  4. Manchmal kommt etwas Gutes dabei heraus, wenn man seinen Kindern Wünsche erfüllt.
  5. Das Leben ist voller Überraschungen und manche sind angenehm.
Martin Wedgwood

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