Monatsarchiv für April 2006

 
 

Das Buch, dass Sie bis nächsten Donnerstag lesen sollten

Das Führungsdrama, Patricia PitcherNach Pitcher lassen sich Führungskräfte in drei Schubladen sortieren:

  1. Brillante Visionäre und wahrhaft kreative Strategen.
  2. Die mit der Fähigkeit, das Beste aus ihren Mitarbeitern herauszuholen und sie zu Spitzenleistungen zu motivieren.
  3. Manager, die nichts von beidem und darum tödlich für eine Organisation sind, die Energie und Veränderungen braucht.

Patricia Pitcher bezeichnet die ersten als Künstler, die zweiten als Handwerker und die dritten als Technokraten.

Die Autorin ist in ihrer Beschreibung und Analyse sehr scharf, vielleicht auch etwas ungerecht. Sie hegt wenig Optimismus bezüglich der Beweglichkeit und der Entwicklungspotentiale der Archetypen, die sie formuliert.
Vermutlich hat Sie recht damit. Die Lektüre ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Hier gibt’s nicht nur blanke Theorie, sondern kernige Schilderungen aus der Praxis und eine Frau, die Farbe bekennt.

“Das Führungsdrama – Künstler, Handwerker und Technokraten im Management”, Patricia Pitcher

    • Share/Save/Bookmark

Lösungswege

Samstag 11.00 Uhr. Statt dem spontanen Impuls Folge zu leisten und den Tag mit Faulenzen zu verbringen, sind wir als Familie kollektiv in Richtung Kindergarten aufgebrochen. Sandkasten reparieren, Gruppenraum putzen, Regal montieren. Man ist ja schliesslich engagiert und opfert gerne seine Freizeit, um gute Rahmenbedingungen für das Gedeihen der eigenen Kinder zu schaffen.

Den Schlagbohrer vom hilfsbereiten Nachbarn geliehen, schnell noch zum Baumarkt: ein Brett, ein paar Winkel (Sie wissen schon, diese hässlichen weissen) und Dübel gekauft und los ging’s.Das Brett habe ich mit viel Liebe zugesägt, geschliffen, mit einem Bio-Produkt geölt – alles bestens.

Voller Elan habe ich mich an die Wand gemacht, alles sauber vermessen, meine natürliche Zurückhaltung überwunden und Löcher durch die Fliessen gebohrt. “Und wo ist das Problem?” fragen Sie. Nun ja, auf der Wand Fliessen, hinter den Fliessen keine Wand. Die Dübel fielen quasi ins Leere. Alle Versuche mit Spezial-Dübeln, grösseren, SX und UX – fehlgeschlagen. Ärgern – aber richtig.

Was lernen wir daraus? Ohne gesunde Basis kommen wir nicht besonders weit. Da kann die Verpackung noch so edel sein, der gute Wille noch so stark, das technische Equipment noch so geeignet und die Spezial-Lösungen noch so ausgefeilt. Und vielleicht lernen wir noch ein weiteres: dass der “offensichtliche” Problemlösungsweg nicht immer der geeignete ist und wir gut daran tun, auf dem aufzubauen, wo wir gute und stabile Substanz haben.

Was habe ich also gemacht? Löcher verspachtelt und ein geeignetes Regal besorgt, das auf dem Boden steht. Und dann gefaulenzt, aber richtig.

  • Share/Save/Bookmark

Frühling

Ein weiterer Monat ist vergangen und der Frühling hat endlich begonnen. Wie ging es Ihnen in diesem Monat? Haben Sie sich auf das konzentriert, was Ihnen wesentlich wichtig ist? War es ein erfüllter Monat?

Klare Visionen und Strategien sind die eine Seite der Medaille, entspannt und aufmerksam reisen die andere. Wäre es nicht schade, all die schönen, manchmal dramatischen Momente des April-Wetters zu verpassen, nur weil wir die ganze Zeit vom Sommer träumen?

Gönnen Sie sich mal wieder eine Pfütze, so richtig mit beiden Füssen. Lassen Sie sich mal wieder so richtig durchweichen von einem ordentlichen April-Schauer.

Gönnen Sie sich einen leckeren Latte Macchiato in einem netten Strassencafé und lassen Sie sich von der Sonne wärmen, während die anderen brav im Büro sitzen und schuften.

Geniessen Sie die Vielfalt. Geniessen Sie die Landschaft, während Sie unterwegs sind.

Übung – Die persönliche Vision beschreiben und erweitern (nach Peter Senge)

(Sie haben keine Lust, solche Übungen alleine zu machen? Dann schauen Sie ein bisschen weiter unten, wie ich Sie unterstützen kann).

Stellen Sie sich vor, dass Sie in Ihrem Leben all das erreicht haben, was Sie sich wirklich wünschen.
Lebenssinn
Was macht Ihr Leben sinnvoll? Wie leben Sie das?
Selbstbild
Was für ein Mensch sind Sie? Was sind Ihre Qualitäten? Was macht Sie zu dem besonderen Menschen, der Sie sind?
Beziehungen
Wie gestalten Sie Ihre Beziehungen zu Ihrem Partner, zu Ihrer Familie, zu Freunden, Kollegen, Mitarbeitern und anderen?Gemeinschaft
Was für ein Bild, was für eine Vision haben Sie, von der Gemeinschaft, dem Gemeinwesen, der Gesellschaft, in der Sie leben? Und was tun Sie, um dieses Bild Wirklichkeit werden zu lassen?Arbeit
Welcher Arbeit gehen Sie nach? Was bewirken Sie mit Ihrer Arbeit für andere?Persönliche Entwicklung
Womit beschäftigen Sie sich? Welchen Aktivitäten gehen Sie nach? Reisen? Lesen? Lernen? …

Gesundheit
Wie fühlen Sie sich in Ihrem Körper? Morgens nach dem Aufstehen, abends beim zu Bett gehen?

Materielles

Welche materiellen Dinge besitzen Sie?

Zuhause
In welcher Umgebung leben Sie?


Nachdem Sie Ihre Vision beschrieben haben, können Sie Ihre Vision erweitern bzw. vertiefen.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wenn ich es jetzt haben könnte, würde ich es annehmen?

Wollen Sie wirklich in diesem allein gelegenen Landhaus wohnen, während nachts draussen ein Gewitter tobt, komische Schatten ums Haus ziehen und Ihr Liebster / Ihre Liebste dienstlich unterwegs ist?

Wollen Sie wirklich diese kleinen Plagegeister in Ihrem Leben haben, die Sie nächtelang nicht schlafen lassen, all Ihre Karrierepläne sabotieren und Ihnen 25 Jahre lang auf der Tasche liegen?

  • Angenommen, ich hätte es jetzt. Was bringt es mir? Was habe ich davon?

Wenn Sie sich bei den materiellen Dingen beispielsweise ein Sportauto wünschen, dann lautet Ihre Antwort auf die zweite Frage vielleicht: “Es gibt mir ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit.” Erweitern Sie Ihre Vision ausgehend von diesem tieferen Wunsch, indem Sie sich die Frage stellen, welche anderen Dinge und Bedingungen dieses Bedürfnis nach Freiheit und Leichtigkeit ebenso erfüllen.

Verfahren Sie mit jedem Aspekt, den Sie entwickeln in gleicher Weise:

  • Wenn ich es jetzt haben könnte, würde ich es annehmen?
  • Angenommen ich hätte es jetzt. Was bringt es mir? Was habe ich davon?

Diese Übung braucht Zeit. Sie können Sie ruhig über einen gewissen Zeitraum, Stück für Stück, entwickeln. Vielleicht möchten Sie sich auch nach und nach, entsprechend Ihren aktuellen Prioritäten, den einzelnen Lebensbereichen zuwenden.

Möglicherweise finden Sie heraus, dass viele Aspekte Ihrer Vision sie immer wieder zurück auf drei bis vier wesentliche Ziele oder Werte führen.

Möglicherweise finden Sie auch heraus, dass solche Übungen alleine gar keinen Spass machen und wollen endlich mal zum Einzelcoaching kommen. Nur zu.

  • Share/Save/Bookmark

Haben Sie schon Ihre eigene Computer Radio Station?

Nach dem ich mich über meinen Firefox-Browser etwas echaufiert habe (vermutlich tue ich ihm unrecht, meine Kiste ist einfach reif für’s Altersheim) und kurzerhand den neuesten Opera 9.0 installiert habe konnte ich nicht umhin, mich bei den neuesten Widgets umzuschauen. Und siehe da: da gibt es eins, mit dem Sie Ihre eigene kleine Privat Radio Station einrichten können.

Allerdings spinnt das Pandora Radio Widget ein bisschen. Beim Verschieben des Lautsärkenreglers klebt sich das ganze Radio-Fenster an die Maus und lässt sich nicht mehr richtig abschütteln. Aber mal ehrlich: wofür brauche ich ein Widget, wenn ich in einem anderen Browser-Tab Pandora öffnen kann, um dort meinen Radiosender “On Air” zu schicken?

Viel Spass beim Spielen. Und nicht vergessen: regelmässige Pausen erhöhen die Effektivität.

Ihr Martin Wedgwood

P.S: Mittlerweile schon wieder bei Firefox angekommen. Werde den offiziellen Release einer Opera 9.0x Version abwarten.

  • Share/Save/Bookmark

Can you resist the click?

Kennen Sie schon “StumbleUpon”? Ich habe in einem früheren Beitrag darüber gesprochen. Während ich hier warte, dass mein FTP-Programm ein rekursives CHMOD über meinen Webserver fährt bin ich einmal mehr durch die Gegend gestolpert.

Können Sie sich eine Webseite vorstellen, auf der es nichts zu klicken gibt? Wo sich neue Unterseiten nur durch Mausbewegungen (Mouseover) öffnen? Nein? Dann schauen Sie sich mal diese Seite an: http://www.dontclick.it/.

Und ganz nebenbei erfahren Sie etwas über die Geschichte des Computers, Arbeitsplatzergonomie und Commercial-Klicking. Es lohnt auf jeden Fall, einen Moment zu verweilen und ein Päuschen für den Denkapparat einzuschieben.

Viel Spass dabei.

Ihr Martin Wedgwood

  • Share/Save/Bookmark

Spielen mit neuen Lösungswegen

Samstag 11.00 Uhr. Statt dem spontanen Impuls Folge zu leisten und den Tag mit Faulenzen zu verbringen sind wir als Familie kollektiv in Richtung Kindergarten aufgebrochen. Sandkasten reparieren, Gruppenraum putzen, Regal montieren. Man ist ja schliesslich engagiert und opfert gerne seine Freizeit, um gute Rahmenbedingungen für das Gedeihen der eigenen Kinder zu schaffen. Den Schlagbohrer vom hilfsbereiten Nachbarn geliehen, schnell noch zum Baumarkt: ein Brett, ein paar Winkel (Sie wissen schon, diese hässlichen weissen) und Dübel gekauft und los ging’s.

Das Brett habe ich mit viel Liebe zugesägt, geschliffen, mit einem Bio-Produkt geölt – alles bestens. Voller Elan habe ich mich an die Wand gemacht, alles sauber vermessen, meine natürliche Zurückhaltung überwunden und Löcher durch die Fliessen gebohrt. “Und wo ist das Problem?” fragen Sie. Nun ja, auf der Wand Fliessen, hinter den Fliessen keine Wand. Die Dübel fielen quasi ins Leere. Alle Versuche mit Spezial-Dübeln, grösseren, SX und UX – fehlgeschlagen. Ärgern – aber richtig.

Was lernen wir daraus? Ohne gesunde Basis kommen wir nicht besonders weit. Da kann die Verpackung noch so edel sein, der gute Wille noch so stark, das technische Equipment noch so geeignet und die Spezial-Lösungen noch so ausgefeilt. Und vielleicht lernen wir noch ein weiteres: dass der “offensichtliche” Problemlösungsweg nicht immer der geeignete ist und wir gut daran tun, auf dem aufzubauen, wo wir gute und stabile Substanz haben.

Was habe ich also gemacht? Löcher verspachtelt und ein geeignetes Regal besorgt, dass auf dem Boden steht. Und dann gefaulenzt, aber richtig.

Viel Spass beim Spielen mit neuen Lösungsansätzen.

Ihr Martin Wedgwood

  • Share/Save/Bookmark

Suche

  • Kategorien


  • TwitterCounter for @martinwedgwood

    Letzte tracks



    Andere Orte



    Aktuelle Lektüre