Fremde Federn No 3
Geh nicht nur die glatten Strassen. Geh Wege, die noch niemand ging, damit Du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944)
Martin Wedgwoods Produktivitätsimpulse für kreative Hochleister und Hochbegabte.
Geh nicht nur die glatten Strassen. Geh Wege, die noch niemand ging, damit Du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944)
Ein Buch, das mir ganz besonders am Herzen liegt.
Haben Sie Lust, sich in die Welt eines Trappisten-Mönchs und Einsiedlers entführen zu lassen? In ein Leben, das vermutlich in einem radikalen Widerspruch zu dem steht, wie Sie Ihre Tage verbringen? Gibt es eine bessere Möglichkeit der Inspiration?
Thomas Merton war ein grosser Weiser der neuen Zeit. Spät erwacht, zu seiner Berufung zum christlichen Mönch, hat er sich entschieden, sein Leben radikal zu verändern und sich in die Abgeschiedenheit eines Klosters zurückgezogen. Ein Kloster, dessen Gemeinschaft sich zu vollkommenem Schweigen verpflichtet hat.
Lassen Sie sich von den kurzen Essays und Briefen dieses Brückenbauers und Grenzgängers zwischen der abendländischen Religion und jener des Fernen Ostens inspirieren. Und schaffen Sie Inseln der Ruhe und Zeiten der Stille in Ihrem Leben.
Aber beeilen Sie sich. Diese Perle gibt es bei Amazon nur noch gebraucht in sieben Exemplaren.
Samstag, 9.30 Uhr. Noch schnell ein paar leckere Dinge für’s Frühstück besorgen - so mein Plan. Auf dem Weg nach Hause komme ich unerwartet vom direkten Weg ab.
Zu verlockend die Schaufenster und die Dekoration des Blumenladens von Frau Schütterle im Centrum am Markt. Und schon zu lange her, dass ich meiner Frau Rosen gebracht habe. Ich also rein in den Laden, unauffällig in meinen abgetragenen Jeans nach dem letzten Kleingeld kramen und siehe da, noch genug Geld, um drei Rosen zu erstehen. Drei Rosen - nicht viel, aber immerhin.
Wie es die Situation so will, verlieren wir uns in einem Gespräch über gute Positionierung, den Einfluss der Lage auf’s Geschäft und so dieses und jenes. Eine kleine buddhistische (Floristen-)Weisheit teilt Sie mit mir: Es bringt Glück, mit seinem letzten Geld Blumen zu kaufen. Wow! Denke ich. Das ist schön.
Ich also heim mit den Blumen. Mein Frau glücklich, meine Töchter in Tränen. Blöde buddhistische Schlaumeierei.
Ich also nochmal los. Mit einem geeigneten Schein zwei Kinderblumen erstanden, eine rosa, eine orange, und wieder nach Hause getingelt. Alle glücklich - unmittelbar!
Was lernen wir daraus? Sorgen Sie dafür, dass Sie genug Geld haben, um genug Blumen zu kaufen. Und kaufen Sie welche. Dann werden alle glücklich: Ihre Lieben, Sie selbst und natürlich die Floristen.
Um mich auf die Podiumsdiskussion gestern vorzubereiten, habe ich mir Gedanken gemacht. Gedanken darüber, wie ich in kurze, prägnante Worte fassen kann, was die Essenz eines erfüllten Lebens und erfolgreichen beruflichen Handelns wohl ausmacht.
Dabei herausgekommen sind die drei “L“s (weil ich Alliterationen so liebe):
Wofür braucht es Leidenschaft, werden Sie sich fragen. Leidenschaft ist an der Wurzel dessen, was uns motiviert, die Dinge zu tun, die wir tun. Ohne Leidenschaft ist unser Leben eine öde Landschaft der Pflichterfüllung und Routine. Leidenschaft umfasst all das, wofür wir brennen, was uns wesentlich wichtig ist, die Vision, an der wir unser Leben ausrichten. (Wenn Sie noch keine klare Vision für sich und Ihr Unternehmen entwickelt haben, sollten Sie sich schnell bei mir melden).
Leidenschaft spornt uns an, alles zu geben, uns voll zu engagieren und ausserordentliches zu leisten. (Wenn Sie Mitarbeiter haben, bei denen Sie diese Haltung vermissen, nun ja, tun Sie, was Sie wollen).
Wofür braucht es Leichtigkeit, fragen Sie sich vielleicht. Es braucht Leichtigkeit, damit wir in unserem ganzen Engagement für die gute Sache nicht ertrinken. Es ist schön, grosse Visionen zu haben, für die wir brennen. Und es ist genauso wichtig, die Wege dorthin, intelligent zu wählen.
Gehen Sie auf Pfaden, auf denen Sie still und vergnügt vor sich hin pfeifen. Gehen Sie auf Wegen, die Sie durch Landschaften führen, die Sie geniessen können. Nutzen Sie die Möglichkeiten, Fähigkeiten und Beziehungen, mit denen Sie sich wohl fühlen. Wählen Sie Ihre Etappenziele schlau, so dass Sie ausreichend Gelegenheit haben, aufzutanken für die weitere Wegstrecke. Sie wissen ja: das Reisen ist wichtig, nicht das Ankommen.
Bringen Sie Leichtigkeit in Ihr Handeln, damit Sie durchhalten und Freude verbreiten.
Und zuletzt: der Lebensunterhalt. Keine Fragen dazu. Sie sollten mit Ihrem beruflichen und unternehmerischen Handeln so viel erwirtschaften, dass Sie in Ihrem gesamten Leben die drei “L” s verwirklichen und vielleicht andere dabei unterstützen können, das gleiche zu tun.
“Ist ja alles schön und gut”, sagen Sie, “aber so ist das Leben nicht”. Ich sage Ihnen: “Sie haben recht”. Aber: so wichtig es ist, anzuerkennen, wo wir stehen, so wichtig ist es auch, Verantwortung zu übernehmen, für die Richtung, in die wir uns weiter fortbewegen wollen.
Und weil das Leben jetzt nicht so ist, wie wir uns das wünschen und natürlich niemals sein wird, weil unsere Wünsche immer mitwachsen (um das Konzept des Leidens im Buddhismus auf einen kurzen Nenner zu bringen) gibt es noch das grosse “S“.
Wenn Sie hoffen, Sie könnten Ihr Leben und unternehmerisches Handeln ohne irgendeine Form der spirituellen Praxis meistern, dann haben Sie die Rechnung, ohne den Wirt gemacht. Entwickeln Sie etwas, was auch immer es sein mag, das Sie mit dem grossen Ganzen in Verbindung bringt, Ihnen die Kraft gibt, das Leben anzunehmen, wie es ist und das Vertrauen, all das loszulassen, was Ihnen die Sicht auf die Wirklichkeit versperrt.
Wie Ihr Wirt heisst und in welcher Schänke er Ihnen den klaren Tropfen des Lebens serviert, ist Ihre Angelegenheit.
Ach ja, fast hätte ich’s vergessen. Das vierte “L“:
Lösungsorientierte Beratung ist eine leichte, hilfreiche Möglichkeit, die drei “L”s in Ihrem Leben, in Ihrem unternehmerischen Handeln zu entwickeln und nachhaltig zu verankern. Sprechen Sie mich einfach an. Ich unterstütze Sie gerne.
Wow! Das war eine Woche. Die erste “Beats & Business“-Party war ein Riesenerfolg. Die Zahl der Teilnehmer hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Es ist einfach ein schönes und wohliges Gefühl, an einem Projekt beteiligt zu sein, dessen Erfolg nur durch das Zusammenwirken vieler unterschiedlicher Menschen und ihrer Fähigkeiten möglich wird. Wo alles schön fliesst, weil jeder Beteiligte die volle Verantwortung für seinen Part übernimmt.
Und gestern ging es gleich weiter. Hoch über Offenburg, im 15. Stock des Hubert Burda Media Towers sass ich auf dem Podium des Business Club Ortenau zum Thema “Neukundenakquise”. Es war eine wunderbare Situation, mit solch sympathischen Kollegen eine angeregte Diskussion zu führen und dabei locker und leicht von Bernhard Schanze moderiert zu werden.
Wie war Ihre Woche? Welche Gelegenheiten haben Sie sich geschaffen, um solche “Flow”-Momente zu erleben? Welche schönen und lohnenswerten Projekte haben Sie angezettelt? Haben Sie sich gut um die drei “L”s gekümmert?
Das, worauf es ankommt, können wir nicht vorausberechnen. Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944)
Nach Pitcher lassen sich Führungskräfte in drei Schubladen sortieren:
Patricia Pitcher bezeichnet die ersten als Künstler, die zweiten als Handwerker und die dritten als Technokraten.
Die Autorin ist in ihrer Beschreibung und Analyse sehr scharf, vielleicht auch etwas ungerecht. Sie hegt wenig Optimismus bezüglich der Beweglichkeit und der Entwicklungspotentiale der Archetypen, die sie formuliert.
Vermutlich hat Sie recht damit. Die Lektüre ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Hier gibt’s nicht nur blanke Theorie, sondern kernige Schilderungen aus der Praxis und eine Frau, die Farbe bekennt.
“Das Führungsdrama - Künstler, Handwerker und Technokraten im Management”, Patricia Pitcher
Samstag 11.00 Uhr. Statt dem spontanen Impuls Folge zu leisten und den Tag mit Faulenzen zu verbringen, sind wir als Familie kollektiv in Richtung Kindergarten aufgebrochen. Sandkasten reparieren, Gruppenraum putzen, Regal montieren. Man ist ja schliesslich engagiert und opfert gerne seine Freizeit, um gute Rahmenbedingungen für das Gedeihen der eigenen Kinder zu schaffen.
Den Schlagbohrer vom hilfsbereiten Nachbarn geliehen, schnell noch zum Baumarkt: ein Brett, ein paar Winkel (Sie wissen schon, diese hässlichen weissen) und Dübel gekauft und los ging’s.Das Brett habe ich mit viel Liebe zugesägt, geschliffen, mit einem Bio-Produkt geölt - alles bestens.
Voller Elan habe ich mich an die Wand gemacht, alles sauber vermessen, meine natürliche Zurückhaltung überwunden und Löcher durch die Fliessen gebohrt. “Und wo ist das Problem?” fragen Sie. Nun ja, auf der Wand Fliessen, hinter den Fliessen keine Wand. Die Dübel fielen quasi ins Leere. Alle Versuche mit Spezial-Dübeln, grösseren, SX und UX - fehlgeschlagen. Ärgern - aber richtig.
Was lernen wir daraus? Ohne gesunde Basis kommen wir nicht besonders weit. Da kann die Verpackung noch so edel sein, der gute Wille noch so stark, das technische Equipment noch so geeignet und die Spezial-Lösungen noch so ausgefeilt. Und vielleicht lernen wir noch ein weiteres: dass der “offensichtliche” Problemlösungsweg nicht immer der geeignete ist und wir gut daran tun, auf dem aufzubauen, wo wir gute und stabile Substanz haben.
Was habe ich also gemacht? Löcher verspachtelt und ein geeignetes Regal besorgt, das auf dem Boden steht. Und dann gefaulenzt, aber richtig.
Ein weiterer Monat ist vergangen und der Frühling hat endlich begonnen. Wie ging es Ihnen in diesem Monat? Haben Sie sich auf das konzentriert, was Ihnen wesentlich wichtig ist? War es ein erfüllter Monat?
Klare Visionen und Strategien sind die eine Seite der Medaille, entspannt und aufmerksam reisen die andere. Wäre es nicht schade, all die schönen, manchmal dramatischen Momente des April-Wetters zu verpassen, nur weil wir die ganze Zeit vom Sommer träumen?
Gönnen Sie sich mal wieder eine Pfütze, so richtig mit beiden Füssen. Lassen Sie sich mal wieder so richtig durchweichen von einem ordentlichen April-Schauer.
Gönnen Sie sich einen leckeren Latte Macchiato in einem netten Strassencafé und lassen Sie sich von der Sonne wärmen, während die anderen brav im Büro sitzen und schuften.
Geniessen Sie die Vielfalt. Geniessen Sie die Landschaft, während Sie unterwegs sind.
Übung - Die persönliche Vision beschreiben und erweitern (nach Peter Senge)
(Sie haben keine Lust, solche Übungen alleine zu machen? Dann schauen Sie ein bisschen weiter unten, wie ich Sie unterstützen kann).
Gesundheit
Wie fühlen Sie sich in Ihrem Körper? Morgens nach dem Aufstehen, abends beim zu Bett gehen?
Materielles
Welche materiellen Dinge besitzen Sie?
Zuhause
In welcher Umgebung leben Sie?
Nachdem Sie Ihre Vision beschrieben haben, können Sie Ihre Vision erweitern bzw. vertiefen.
Stellen Sie sich folgende Fragen:
Wollen Sie wirklich in diesem allein gelegenen Landhaus wohnen, während nachts draussen ein Gewitter tobt, komische Schatten ums Haus ziehen und Ihr Liebster / Ihre Liebste dienstlich unterwegs ist?
Wollen Sie wirklich diese kleinen Plagegeister in Ihrem Leben haben, die Sie nächtelang nicht schlafen lassen, all Ihre Karrierepläne sabotieren und Ihnen 25 Jahre lang auf der Tasche liegen?
Wenn Sie sich bei den materiellen Dingen beispielsweise ein Sportauto wünschen, dann lautet Ihre Antwort auf die zweite Frage vielleicht: “Es gibt mir ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit.” Erweitern Sie Ihre Vision ausgehend von diesem tieferen Wunsch, indem Sie sich die Frage stellen, welche anderen Dinge und Bedingungen dieses Bedürfnis nach Freiheit und Leichtigkeit ebenso erfüllen.
Verfahren Sie mit jedem Aspekt, den Sie entwickeln in gleicher Weise:
Diese Übung braucht Zeit. Sie können Sie ruhig über einen gewissen Zeitraum, Stück für Stück, entwickeln. Vielleicht möchten Sie sich auch nach und nach, entsprechend Ihren aktuellen Prioritäten, den einzelnen Lebensbereichen zuwenden.
Möglicherweise finden Sie heraus, dass viele Aspekte Ihrer Vision sie immer wieder zurück auf drei bis vier wesentliche Ziele oder Werte führen.
Möglicherweise finden Sie auch heraus, dass solche Übungen alleine gar keinen Spass machen und wollen endlich mal zum Einzelcoaching kommen. Nur zu.